Auktion 425 - Teil 3 (Los 1684 - 2004)
Beendet

Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr

Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst

Deutsche Münzen ab 1871

EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN TSCHECHIEN

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Schätzpreis 1.000 €
Zuschlag 4.400 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

BÖHMISCHE PERSONENMEDAILLEN Czernin von Chudenitz, Humprecht Johann, 1628-1682. Statthalter in Böhmen und habsburgischer Gesandter in Venedig.

Vergoldete Silbergußmedaille 1664, mit Signatur CM (?). Brustbild v. v., umher Verzierung//Gekröntes Wappen. 39,49 mm; 26,77 g. Bergmann II, S. 465 ff., XCVII A; Miltner-Neumann S. 32, XXIV. RR Alchiemistische "Goldmedaille". Zeitgenössische Arbeit. Sehr schön-vorzüglich

Graf Humprecht Johann Czernin von Chudenitz interessierte sich wie viele seiner Zeitgenossen für die Alchemie und ihr Ziel, unedle Metalle in Gold oder Silber zu verwandeln. Sogar Kaiser Ferdinand III. ließ sich dafür begeistern: Als er im Januar 1648 in Prag weilte, wurde in seiner Anwesenheit Quecksilber durch eine spezielle Tinktur zu "Gold" verwandelt. Es ist nicht bekannt, wie genau die Tinktur, die auf den Chemiker Johann Konrad Richthausen Freiherr von Chaos zurückgeht, gewirkt hat. Sicher ist lediglich, daß kein echtes Gold hergestellt wurde, sondern lediglich die Farbe des Ausgangsmaterials derartig verändert wurde, daß es wie Gold aussah. Die metallurgische Untersuchung des vorliegenden Stückes weist darauf hin, daß es sich um eine vergoldete Silbergußmedaille handelt.