Auktion 424 - Teil 1 (Los 501 - 568)
Beendet

Münster, Osnabrück und der Westfälische Frieden

Die Fugger, Leuchtenberg und Passau

Die Sammlung eines deutschen Fabrikanten und Geschichtsfreundes, Teil 3, u. a.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN OSNABRÜCK

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Schätzpreis 20.000 €
Zuschlag 36.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

BISTUM Franz Wilhelm von Wartenberg, 1625-1661.

Dicker doppelter Reichstaler o. J. (um 1637), Münster. 57,81 g. Û FRANC Ù GVIL Ù D Û G Û S Û R Û I Û PRINC Ù Brustbild r. in geistlichem Gewand//É EPS - Û OSNAB Û MINDE - VERD Û COM Û DE Û WART Verziertes, vierfeldiges rundes Wappen (Minden, Verden / Verden, Minden) mit vierfeldigem Mittelschild (Osnabrück/Wartenberg), dahinter Krummstab und Schwert gekreuzt. Dav. 5671; Kennepohl 225 Anm. Von größter Seltenheit. Sehr schön

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 316, Berlin 2019, Nr. 337. Dieser Doppeltaler des Bischofs Franz Wilhelm von Wartenberg trägt keine Datierung. Er gehört aber auf jeden Fall in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Ein Jahr nach dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück wurde Franz Wilhelm von Wartenberg zum Bischof von Regensburg gewählt, dieser Titel fehlt auf unserem Stück. Wegen der großen Ähnlichkeit mit dem datierten Taler von 1637 (Kennepohl 224) liegt es nahe, daß auch dieser undatierte Doppeltaler im Jahre 1637 entstanden ist. Außerdem erwähnen die Probationsakten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises von 1643 bis 1657 keine Prägung aus diesen Jahren. Unser Stück gehört somit zweifellos in die Jahre 1637 bis 1642 und damit in eine Zeit, in der Bischof Franz Wilhelm den Anspruch auf seine Bistümer nur auf den Münzen aufrecht erhalten konnte. Erst der Westfälische Frieden setzte ihn 1648 wieder im Bistum Osnabrück ein.