Auktion 425 - Teil 5 (Los 2301 - 2636)
Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr
Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst
Deutsche Münzen ab 1871
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN SACHSEN
Los 2354

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| Schätzpreis | 1.000 € |
| Zuschlag |
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SACHSEN-COBURG UND GOTHA, HERZOGTUM Ernst I., 1826-1844.
Tragbare, silberne Verdienstmedaille o. J. (vermutlich nach 1870 geprägt), von F. Helfricht. Büste l.//Malteserkreuz, in der Mitte das sächsische Wappen, von Eichenkranz umgeben. 39,02 mm; 27,13 g. Nimmergut 3610. Von großer Seltenheit. Ohne Spange. Prachtvolle Patina, vorzüglich
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 242, Osnabrück 2013, Nr. 3647. Die vorliegende Verdienstmedaille gehört zum Herzoglich-Sachsen-Ernestinischen Hausorden, der am 25. Dezember 1833 gemeinsam von den ernestinischen Herzögen Friedrich von Sachsen-Altenburg, Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meiningen und Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha gestiftet wurde. 1835 erfolgten die ersten Verleihungen; da die Stempel für die Medaillen erst 1836 von F. Helfricht fertiggestellt wurden, erhielten die Beliehenen zunächst nur das Band. Die Medaillen gab es in Gold und in Silber. Sie tragen auf der Vorderseite das Porträt von einem der Stifter oder ihrer Nachfolger. Die Exemplare mit Ernst I. wurden bis 1895 hergestellt und verliehen. Vermutlich wurde die ganze Zeit über Helfrichts Vorderseitenstempel aus den 1830er Jahren verwendet. Der kaum mehr erkennbare Medailleursname unter der Büste und die durch eine leicht verrostete Oberfläche des Stempels hervorgerufenen "Pickel" sprechen für eine etwas spätere Herstellung des vorliegenden Exemplars, möglicherweise in den 1870er Jahren oder danach.