Auktion 425 - Teil 4 (Los 2005 - 2300)
Beendet

Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr

Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst

Deutsche Münzen ab 1871

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN NÜRNBERG

Bieten


Schätzpreis 15.000 €
Zuschlag 20.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

STADT

Guldengroschen 1528, mit Titel Karls V. 28,90 g. Zwei aneinandergelehnte Wappenschilde (kleines und großes Nürnberger Stadtwappen), darüber g RES g PV gg NVRENBERG g / gg F g, im Abschnitt die römische Jahreszahl (Verzierung) M g D g XXVIII (Verzierung)//g CAROLVS g V g ROM g - IMPE g CAES g AVGV g Gekrönter Doppeladler. Dav. 9600; Kellner 131. Von größter Seltenheit. Attraktives Exemplar mit feiner Patina, kl. Schrötlingsfehler am Rand, sehr schön +

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 134, Osnabrück 2008, Nr. 517 und der WAG Online Auction 143, Oktober 2023, Nr. 870. In 1527 und im Folgejahr ließ die Reichsstadt Nürnberg unter der Leitung des Münzmeisters Hans Kraft ihre ersten eigenen Großsilbermünzen prägen. Albrecht Dürer lieferte den Entwurf für diese in ihrer klaren Komposition bestechenden silbernen Zahlungsmittel, die zu den großen Seltenheiten der Nürnberger Münzgeschichte zählen. Während die eine Seite das kleine und große Wappen der Stadt in Kombination mit der Benennung des Münzstandes und der Jahreszahl trägt, so prangen auf der Gegenseite Name und Titel Kaiser Karls V. sowie der doppelköpfige Reichsadler, der zugleich das dritte Element des Wappendreipasses der Stadt Nürnberg bildet. Die Guldengroschen entstanden als Äquivalent zum Goldgulden, der in Nürnberg in den Jahren 1527 und 1528 ebenfalls geschlagen wurde. Obgleich Nürnberg die Reformation nach lutherischem Bekenntnis bereits 1525 eingeführt hatte, wurden die hier seit 1429 geschlagenen Goldgulden mit dem Bild des Heiligen Laurentius in ihrem Gestaltungsschema unverändert weitergeprägt.