Auktion 425 - Teil 4 (Los 2005 - 2300)
Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr
Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst
Deutsche Münzen ab 1871
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN KÖLN
Los 2216

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| Schätzpreis | 1.000 € |
| Zuschlag |
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ERZBISTUM Sedisvakanz 1688.
Silbermedaille 1688, unsigniert. Brustbild des Heiligen Petrus mit Schlüssel v. v., den Kopf leicht nach r. gewandt, hinter Stiftswappen//Anbetung der Heiligen Drei Könige: Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm sitzt nach r., davor die Heiligen Drei Könige. 46,18 mm; 27,84 g. Dav. vgl. 5153 (dort als Taler; Noss vgl. 548 (dort als Taler); Weiler vgl. 1249 (dort als Taler); Zepernick 271. RR Vorzüglich
Die Sedisvakanz von 1688 trat nach dem Tode Maximilian Heinrichs ein. Dessen Überlegungen für eine Nachfolge übergingen seinen Verwandten Joseph Clemens und fanden Wilhelm Egon von Fürstenberg. Dieser wurde auch dank französischer Bestechungsgelder vom Domkapitel zum Koadjutor gewählt. Der Papst versagte seine Zustimmung, da er den französischen Einfluß fürchtete. Maximilian starb und eine Wahl wurde notwendig. In dieser erreichte von Fürstenberg mehr Stimmen, allerdings nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Die Wahl fand somit weder die päpstliche noch die kaiserliche Zustimmung. Der Papst erklärte die Wahl für ungültig und ernannte Joseph Clemens zum Erzbischof, doch konnte dieser sein Amt nicht ohne Schwierigkeiten übernehmen. Von Fürstenberg hatte sich mit Gewalt in den Besitz mehrerer wichtiger Städte gesetzt und wurde vom französischen König Louis XIV. mit Truppen unterstützt. Die Nachfolgefrage wurde somit Teil des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Nach wechselvollen Kämpfen gelang es Joseph Clemens mit kaiserlichen und brandenburgisch-niederländischen Truppen von Fürstenberg zurückzudrängen.Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.