Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr
Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst
Deutsche Münzen ab 1871
Los 1782

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| Schätzpreis | 250 € |
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Silbergußmedaille 1531, von Jacob Stampfer, auf den Theologen und Reformator Johann Oecolampadius. Bärtiges Brustbild r. mit Barett//Acht Zeilen Schrift. 39,24 mm; 13,37 g. Habich I, 849; Schweizer Medaillen, Auktion Leu 43, Zürich 1987, Nr. 1241. Scharf ausgeprägter, zeitgenössischer Guß. Felder der Vorderseite leicht ziseliert, sehr schön-vorzüglich
Johann Oecolampadius (*1482, Weinsberg; Ó1531, Basel) war ein bedeutender Theologe und Reformator des 16. Jahrhunderts, der eng mit der Zürcher Reformation und insbesondere mit Ulrich Zwingli zusammenarbeitete. Geboren in Süddeutschland, studierte er in Basel und wurde ein prominenter Humanist und Bibelgelehrter. Oecolampadius spielte eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung der reformatorischen Ideen, insbesondere in Basel, wo er als Prediger und Theologieprofessor wirkte. Seine Schriften und Predigten trugen dazu bei, die Reformation in der Schweiz voranzutreiben. Oecolampadius starb früh, mit nur 49 Jahren, an der Pest, doch sein Einfluss auf die reformatorische Bewegung bleibt unvergessen.