Auktion 425 - Teil 2 (Los 1388 - 1683)
Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr
Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst
Deutsche Münzen ab 1871
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN SACHSEN
Los 1565

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| Schätzpreis | 6.000 € |
| Zuschlag |
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SACHSEN, KURFÜRSTENTUM Friedrich August I., 1694-1733 (August der Starke).
Dukat 1719, Dresden, auf die Vermählung seines Sohnes, Kurprinz Friedrich August (später Friedrich August II. und August III. von Polen), mit Erzherzogin Maria Josepha von Österreich. Zehn Zeilen Schrift, darüber Reichsapfel//Zwei Hände umschnüren zwei flammende Herzen. Fb. 2842; Kahnt 308. GOLD. Selten in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. In US-Plastikholder der PCGS mit der Bewertung MS 63 (49915675). Vorzüglich-Stempelglanz
Durch die Heirat mit Maria Josepha von Österreich trat der Kurprinz in den engeren Kreis der Anwärter auf die deutsche Kaiserkrone. Friedrich August scheute keine Kosten, um die Hochzeit auf das Prachtvollste auszustatten, er bereitete persönlich die Feierlichkeiten vor, die sich mit Opern, Schauspielen, Schaujagden und Turnieren den ganzen Monat September 1719 über hinziehen sollten. Auch das Volk sollte an den Feierlichkeiten teilnehmen, allerdings ging Friedrich August bei der Beschaffung der finanziellen Mittel rücksichtslos vor: Er ließ sie aus seinen Untertanen herauspressen. Hauptthema des Festes bildeten die sieben Planeten und ihre Einwirkung auf das menschliche Leben, das beginnende 18. Jahrhundert war stark vom Glauben an die Macht der Gestirne geprägt.