Auktion 425 - Teil 2 (Los 1388 - 1683)
Beendet

Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr

Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst

Deutsche Münzen ab 1871

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN PFALZ

Bieten


Schätzpreis 1.500 €
Zuschlag 2.600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

PFALZ, KURFÜRSTENTUM Karl Theodor, 1743-1799.

Dukat 1778, Mannheim. Rheingold. 3,48 g. Ohne Signatur unter der Büste und ohne Punkt zwischen D G auf der Vorderseite. Fb. 2037; Haas 275 c; Slg. Kömmerling (Auktion UBS 65) -; Slg. Memmesh. 2533 var. GOLD. Seltene Variante. Winz. Kratzer, vorzüglich

Die Rückseitendarstellung des vorliegenden Stückes zeigt, im Gegensatz zu den Dukaten von 1763 und 1764, den tatsächlichen Verlauf des Rheins im Verhältnis zur Lage des Schlosses. Die Umschift der Rückseite SIC FULGENT LITTORA RHEINI bedeutet: So blinkt das Ufer des Rheins.
Das Goldwaschen geschah auf einem schrägen Brett, das mit einem grünen Tuch - die Goldflitter hoben sich dann besser ab - bespannt war. Dieses Tuch wurde regelmäßig ausgewaschen und dadurch ein Sandgoldgemisch gewonnen. Durch Amalgamation, d. h. Zufügung von Quecksilber, wurde das Gold herausgelöst und konnte dann erschmolzen werden. Alle Versuche, das Goldwaschen zu mechanisieren, blieben wegen der geringen Ausbeute erfolglos. Schon das Goldene Vlies der Argonauten wurde als Teil des Goldwaschens gedeutet.