Münzen und Medaillen von Tirol, Die Sammlung Dipl.-Ing. Hermann Wohnlich
Los 111

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| Schätzpreis | 7.500 € |
| Zuschlag |
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Reichstaler o. J. (posthume Prägung von 1635), Hall. 28,7 g. Stempelschneider Christof Amende. Geprägt auf seine Vermählung mit Claudia von Medici. Zwitterprägung vom Vorderseitenstempel der posthumen Prägung von 1635 und dem Vorderseitenstempel der Prägung von 1626. (Unterbrochene Vorderseitenumschrift beginnt unten links) Beide gekrönten Brustbilder, der Erzherzog im drapierten Harnisch und die Erzherzogin in Fürstenrobe mit Schmuckkette, nebeneinander r.//(Durchlaufende Vorderseitenumschrift beginnt oben rechts) Beide gekrönten Brustbilder, der Erzherzog im drapierten Harnisch mit Vliesordenskette und die Erzherzogin in Fürstenrobe mit Schmuckkette, nebeneinander r. Dav. 3334; M./T. - (vgl. 487/463); Voglh. 180. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. Vorzüglich-Stempelglanz
Exemplar der Auktion Lanz 122, München 2004, Nr. 372. Nach dem Fiebertod des Erzherzogs Leopold V. 1632 übernahm seine Gemahlin Claudia von Medici die Vormundschaftsregierung in Tirol. Auf den Münzen ließ sie jedoch das Bild ihres Gemahls mit der Jahreszahl 1632 weiterbestehen. Die beiden Seiten des vorliegenden Talers unterscheiden sich stilistisch. Beide Stempel wurden von Christof Amende geschnitten, jedoch mit neun Jahren Unterschied: Während die Vorderseite mit der durchgehenden Legende aus dem Jahr 1635 stammt, war die Rückseite bereits zur eigentlichen Hochzeit 1626 entstanden.