Münzen und Medaillen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit
100 Stücke aus der Sammlung Robert Ronus
Los 6122

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| Schätzpreis | 500 € |
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AR-Schekel, Jahr 6 (= 122/121 v. Chr.); 14,18 g. Melqartkopf r. mit Lorbeerkranz//Adler steht l. mit Palmzweig, Fuß auf Prora, davor Keule. Cohen, Dated Coins of Antiquity (Tyre Suppl.)² 12; Cohen, Dated Coins of Antiquity² 946; Hoover 357. R Feine Tönung, min. Doppelschlag, winz. Kratzer, gutes sehr schön
Exemplar der Auktion Rauch 8, Wien 1971, Nr. 98.
Die tyrischen Schekel werden in der Bibel mehrfach erwähnt: So betrug die Tempelsteuer einen halben tyrischen Schekel (Exodus 30,12); Jesus wies Simon Petrus an, die Tempelsteuer mit einem Stater (also einem schweren tyrischen Schekel wie unserem Stück) zu bezahlen, den er im Maul eines Fisches finden sollte (Matthäus 17,24); das Umstoßen der Tische der Geldwechsler im Tempel (Matthäus 21,12; Marcus 11,15) war sicher auch durch die Darstellung des tyrischen Gottes Herakles-Melqart auf diesen Münzen motiviert. Auch die 30 Silberlinge des Judas waren sicher tyrische Schekel.