eLive Auction Literatur 2025 - Tag 3 (Lose 7408 - 8107)
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Auktionskataloge und Lagerlisten

NUMISMATISCHE LITERATUR AUKTIONSKATALOGE UND LAGERLISTEN

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Zuschlag 200 €

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H. HOFFMANN, Auktion vom 21-22.4.1869, Paris [Victorien Delbergue-Cormont].

Monnaies françaises et étrangères. Catalogue de médailles greques et romaines. Médailles du XVIe siècle & modernes en or, argent et bronze. 36 S., 647 Nrn. Vorgebunden: Auktion vom 19.5.1869 u.f.T., Paris [Victorien Delbergue-Cormont]. Description des médailles romaines composant la collection M. J. Gréau par Henri Cohen, Attaché au cabinet de la Bibliothèque impériale, membre honoraire de la Société numismatique de Londres, membre correspondant de la Société archéologique de Rome, etc. 4 unpaginierte, 384 S., 7 Tfn. 4921 Nrn. Sämtlichen Losen sind Zuschlagspreise von alter Hand beigeschrieben worden. Die Buchblöcke der hier vereinten Auktionskataloge sind alt mit Leerblättern durchgehend durchschossen, alter marmorierter Buchschnitt. Halbledereinband, wohl des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts, mit goldgeprägtem Rücken. Die Deckel außen bezogen mit Textil. 1073 Gramm.

Die (hier nicht vorhandene) Ergebnisliste zur Versteigerung der Sammlung Greau notiert den Auktionsbeginn am 17.5.1869. Julien Gréau (* 1812 in Troyes, Aube, † 1895 in Nemours), Sohn eines gleichnamigen Manufakturbesitzers in Troyes, war auf vielen Gebieten sammlerisch tätig. Sein Interesse an der Archäologie, Geschichte und Kunst soll in jungen Jahren durch Erlebnisberichte eines seiner Onkel, des in Nemours residierenden Baron Charrey, geweckt worden sein, der als Offizier der französischen Armee an Napoleons Ägyptenfeldzug teilgenommen hatte. Bereits im Alter von 9 Jahren hatte sich Julien kommune römische Antoniniane des Postumus und des Tetricus oder constantinische Folles verschafft, an denen er sein Auge schulen konnte und die ihn motivierten, sich intensiver mit der Geschichte und der Numismatik zu befassen. Im Laufe der Jahre hatte Gréau eine numismatische Sammlung aufgebaut, deren Kern die Prägungen der griechischen und römischen Antike, aber auch die gesamte Spanne des von den Galliern bis zum Ende der Herrschaft der Bourbonen auf französischen Boden geprägten Geldes umfasste. Diese Bestände löste er indes bereits zwischen 1867 und 1869 im Zuge von drei Versteigerungen durch Henri Hoffmann auf (siehe die Kataloge der Auktionen griechischer Prägungen, vom 11.11.1867 und der römischen Münzen, vom 18.5.1869 [der hier vorliegende Katalog]), wohl um sich fortan mehr auf das Sammeln antiker Kunst und Antiquitäten zu konzentrieren.
Seine bedeutenden Kollektionen von Kunst und Kunsthandwerk beinhalteten diverse Sachgruppen antiker Kunst, wie Marmorobjekte, Terrakotten, Keramik, geschnittene Steine, Fresken und Wandmalerei, Emailarbeiten, Gläser, aber auch Asiatica, antike, mittelalterliche und renaissancezeitliche Bronzeobjekte, mittelalterliche Glasmalerei, Fayencen und Altmeistergemälde des 16. und 17. Jahrhunderts. Sämtliche Stücke erfasste der Archäologe und frühere Konservator des Louvre, Wilhelm Froehner in einer vielbändigen Katalogfolge, die zwischen 1885 und 1903 erschienen ist. Einen Großteil dieser Bestände erwarb der US-amerikanische Privatbankier und Sammler John Pierpont Morgan (* 1837 in Hartford, Connecticut, † 1913 in Rom). Später überließ dieser sie dem Metropolitan Museum of Arts in New York.