eLive Auction Literatur 2025 - Tag 3 (Lose 7408 - 8107)
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Auktionskataloge und Lagerlisten

NUMISMATISCHE LITERATUR AUKTIONSKATALOGE UND LAGERLISTEN

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OTTO HELBING, Auktion [17] vom 5.-7.3.1900, München.

Auctions-Catalog [17], enthaltend die Sammlung des Herrn Otto Hartmann in Holzminden, ferner die nachgelassene Sammlung des Herrn G. Lochner in Wien etc. Münzen und Medaillen verschiedener Länder des Mittelalters und der Neuzeit. 8 unpaginierte, 78 S. 2532 Nrn. Orig.-Broschur. Beigefügt: Auktion [18] vom 17.10.1900 u.f.T., München. Auctions-Catalog [18], enthaltend die nachgelassene Sammlung des sel. Herrn Joseph Maurer, Privatier zu München, ferner die Sammlung des Herrn Hans Kellermayr, Bankbeamter zu Linz a. D. sowie die Sammlung eines österreichischen Münzfreundes. Münzen und Medaillen verschiedener Länder des Mittelalters und der Neuzeit, darunter neben hervorragenden Seltenheiten aus verschiedenen Münzgebieten reiche Serien von Böhmen, Eggenberg, Schlick und Wallenstein und schöne Suite von Wallfahrtsmedaillen, Pestamuletten etc. 8 unpaginierte, 102 S., 11 Tfn. 2502 Nrn. Orig.-Broschur. Auktion [19] vom 25.2.1901 u.f.T., München. Auctions-Catalog [19], enthaltend die nachgelassene Sammlung des sel. Herrn Johann Joseph Schrott, Zahnarzt in Mühlhausen i. E. u. A.: Münzen und Medaillen verschiedener Länder. 2 unpaginierte, 89, 5 unpaginierte S., 12 Abb. im Text. 2476 Nrn. Orig.-Broschur. 449 Gramm. (3)

Die Gesamtauflagen all dieser 3 Kataloge sind ohne Tafeln ausgestattet worden.

Ein Otto Hartmann aus Holzminden war im Wintersemester 1880/81 an der Universität Freiburg im Breisgau im Fach Medizin immatrikuliert (Verzeichniss der Behörden, Lehrer, Anstalten, Beamten und Studierenden auf der Grossherzogliche Badischen Universität Freiburg im Winter-Halbjahre 1880/81. Freiburg im Breisgau 1880, S. 20).

Ein Hans Kellermayr verfasste das 1911 zu Linz veröffentlichte 'Handbuch zur Wertbestimmung der am häufigsten vorkommenden und nicht mehr gangbaren Goldmünzen sowie außer Kurs gesetzter Silbermünzen'. Ob dieser Autor mit dem im Titel genannten gleichnamigen Sammler identisch ist, scheint wahrscheinlich, doch dürfte eine solche Annahme jedoch in Anbetracht der Aufnahme einer Person desselben Namens im Jahre 1932 in den Oberösterreichischen Musealverein mit gewissen Zweifeln behaftet sein.

Johann Joseph Nepomuk [Jean Joseph Népomucène] Schrott (* 1822 in Baernau, † 1899 im elsässischen Mühlhausen/Mulhouse) absolvierte in München, der Hauptstadt seines Geburtslandes, ein zahnärztliches Studium. 1846 ließ er sich im elsässischen Mühlhausen nieder. Dort machte er sich als Zahnarzt und Zahnchirurg fortan einen Namen, wobei er schon früh die operative Behandlung der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (sogen. Hasenscharte) praktizierte und sich um die Technik der Abnahme von Zahnabdrücken verdient machte. Um 1870 erwarb er die französische Staatsbürgerschaft und beteiligte sich im Deutsch-Französischen Krieg als Sanitäter bei der Bergung von Verwundeten. Zum Bau einer Leichenhalle stiftete er der Stadt Mühlhausen 3000 Goldmark. In seiner Freizeit widmete er sich der Numismatik (R. Forrer/H. Fischer, Adressbuch der Museen, Bibliotheken, Sammler und Antiquare, Straßburg 1897, S. 52) und der Philathelie (https://gw.geneanet.org/fougnot?lang=fr&p=jean+joseph+nepomucene&n=schrott).