eLive Auction Literatur 2025 - Tag 2 (Lose 6707 - 7407)
Beendet

Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Deutschland und alle Welt, Orden und Ehrenzeichen

NUMISMATISCHE LITERATUR MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

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MEDAILLEN, PLAKETTEN, JETONS JUNCKER, C.

JUNCKER, C.

Das Guldene und Silberne Ehren-Gedächtniß Des Theuren Gottes-Lehrers D. Martini Lutheri. In welchem dessen Leben / Tod / Familie und Reliquien / Benebst Den vornehmsten Geschichten der Evangelischen Reformation / Wie auch der Evangelischen Jubel-Feyern / umständlich beschrieben und auf eine sonderbar anmuthige Art / aus mehr als Zwey hundert Medaillen oder Schau-Müntzen und Bildnissen von rarer Curiosität / mit Auserlesenen Anmerckungen erkläret werden. Frankfurt/Leipzig (Verlag: Andreä Endters sel. Sohn und Erben; Drucker: Georg Wilhelm Göbel, Schleusingen) 1706. Doppelseitiges Frontispiz, 60 unpaginierte, 562 S., 11 unpaginierte S. (letztere bilden das Register), zahlreiche gestochene Abb. im Text, 2 gefaltete Kupferstich-Tfn. mit Porträts von Martin Luther bzw. seiner Ehefrau Katharina von Bora, 1 gefaltete Stammtafel der Familie Luther. Dekesel/Dekesel De Ruyck J63 (Cat. 11); Lipsius S. 204. Ganzpergamenteinband der Zeit, im Oktavformat, mit Sprenkelschnitt und verbasstem. von alter Hand beschriebenem Rückentitel. 884 Gramm.

Auf der Vortitelseite die in Rot aufgebrachte längsovale Stempelung Königl. / Deutsche Gesellschaft / in Königsberg. Die 'Königliche Deutsche Gesellschaft in Königsberg wurde 1741 als 'Deutsche Gesellschaft' in der Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen gegründet (Thomas Charles Rauter, The Eighteenth-Century 'Deutsche Gesellschaft'. A Literary Society of the German Middle Class. Dissertationsschrift zum Doktor der Philosophie, Graduate College of the University of Illinois at Urbana-Champaign, 1970). Zu ihren vorrangigen Zielen zählten die Pflege der Kultur der deutschen Sprache und die Schaffung eines Bindeglieds zwischen der Universität und dem Bürgertum. Sie fand schon bald Unterstützung des opreußischen Monarchen, indem er 1743 ihr das Privileg gewährte, ihrem Namen Ihnem Namen das Attribut 'Kgl.' voranzustellen, das in den Zeugnissen seit 1754 auch in seiner vollständigen Version 'Königliche' begegnet (Rauter, a.a.O., S. 183). Dieser Kreis konnte für einige Jahre ab 1754 sogar ein Zimmer im Königsberger Schloss als Sitzungs- und zugleich als Bibliothekksraum nutzen. Diese Verhältnisse änderten sich mit sich jedoch bald mit der Einnahme Königsbergs durch die Armee der Zarin Elisabeth Petrowna im Jahre 1758 . Der russische Gouverneur löste die Gesellschaft auf, wenngleich sie ihre ihre Bücherbestände noch im Hause eines ihrer Mitglieder unterbringfen konnte. Die Wiederbelebung dieser Vereinigung erfolgte schon bald nach dem Rückzug der Besatzungstruppen, 1765 die Rückkehr in ihren früheres Sitzungs- und Bibliothekszimmer und im darauffolgenden Jahr fand der reguläre Wiederaufnahme der offiziellen Tätigkeiten die sich über Generationen hinweg erstreckten. Erst im Zuge des Falls der ostpreußischen Hauptstadt im April 1945 verlor die Königlich deutsche Gesellschaft in Königsberg ihre Existenz.