eLive Auction Literatur 2025 - Tag 2 (Lose 6707 - 7407)
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Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Deutschland und alle Welt, Orden und Ehrenzeichen

NUMISMATISCHE LITERATUR MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

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DEUTSCHLAND DEWERDECK, M. G.

DEWERDECK, M. G.

Silesia numismatica, oder Einleitung zu dem Schlesischen Müntz-Cabinet, in welchem biß 368. theils alte rare und schöne im Lande verfertigte Müntzen durch accurate Kupffer gewiesen, umbständlich erkläret und dabey viele in der Schlesischen Historie begangene Fehler deutlich entdecket werden. Jauer (Drucker: Georg Weber, Verlag: Rohrlachischer Buchladen) 1711. 852, 76 unpaginierte S., 42 Tfn. (jene I-XXXXI nummerierte sowie eine weitere Tf. mit anderen Abb., die der Tf. XXXIXX mit derselben Zählung folgt). Oktavformat. Dekesel/Dekesel-De Ruyck D63. Ganzpergamenteinband der Zeit im Oktavformat, mit Rotschnitt. Alt aufgebrachter, handschriftlicher Rückentitel. 1505 Gramm.

Auf dem Spiegel des Vorderdeckels Exlibris für Karel Chaura, auf dem Spiegel des Rückdeckels das in tschechischer und deutscher Sprache gefasstes Verkäuferetikett von Karel Chaura - Alte Münzen - Antiquitäten-Handlung, Prag sowie die vierzeilige Besitzerstempelung Dr. med. W. Engelhardt / prakt. Arzt / Berlin SV/61 / Belle-Alliancestr. 21a.
Der Kunst- und Münzenhändler Chaura (* 1869 in Prag, † 1945 ebendort) war 1913 Gründungsmitglied des Numismatikerclubs in Prag (aus dem die Tschechoslowakische Numismatische Gesellschaft hervorgegangen ist), Mitglied der Wiener sowie der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft, Herausgeber der Numismatickeé zprávy und Autor diverser numismatischer Veröffentlichungen.
Dr. Wilhelm Engelhardt (* 1901 in Wien, † 1972 in Berlin) hatte Medizin in Berlin studiert. Nach seiner Promotion im Jahre 1921 ließ er sich in seiner Studienstadt als praktischer Arzt nieder, was ihm auch die finanziellen Möglichkeiten gab, eine Münzensammlung aufzubauen. 1931 trat er seine langjährige Mitgliedschaft in der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin an, deren Vorsitzender er später über einen Zeitraum von insgesamt 7 Jahren werden sollte. 1933 bestand seine numismatische Kollektion bereits aus ca. 30.000 Exemplaren, nebst einer umfangreichen Fachbibliothek. In Zuge der Einnahme Berlins durch die russische Armee verlor er seine rund 3000 Prägungen in Taler- und Doppeltalergröße, indes blieben ihm seine Kleinmünzen (Kurt Jaeger in: Geldgeschichtliche Nachrichten 7. Jahrgang, 1972, S. 260).