eLive Auction Literatur 2025 - Tag 1 (Lose 6001 - 6706)
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Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Allgemeine Numismatik und Antike

NUMISMATISCHE LITERATUR MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

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MITTELALTER UND NEUZEIT - ALLGEMEIN LILIENTHAL, M. (hier anonym).

LILIENTHAL, M. (hier anonym).

Auserlesenes Thaler-Cabinet Das ist: Historisch-Critische Beschreibung derjenigen zweylöthigen Silber-Münzen, welche unter dem Namen der Reichs-Thaler bekannt sind, und seit drittehalbhundert Jahren her von Kaysern, Königen, Churfürsten, Päpsten, Bischöffen, Herzogen, Fürsten, Grafen, Freyherren, Republiken und Städten auf allerhand Begebenheiten sind geschlagen worden. Mit nöthigen Registern versehen. 2. vermehrte [letzte] Auflage, Königsberg und Leipzig (Johann Heinrich Hartung) 1747. Frontispiz (Tf. mit Abb. der Averse und Reverse von von 3 Münzen), Titelvignette (Abb. des Avers und Revers einer Münze), 10 unpaginierte, 802, 62 unpaginierte S. Dekesel/Dekesel-De Ruyck Ll90. Halbledereinband, wohl um 1900, im Oktavformat, mit Rotschnitt, 3 Bünden, Eckbezügen und goldgeprägtem Rücken. Wenige handschriftliche Einträge und Markierungen im Text. Die Buchdecke berieben und beschabt. 571 Gramm.

Autor dieses Werks war der lutherische Theologe und Historiker Michael Lilienthal (* 1686 in Liebstadtz, † 1750 in Königsberg). Das hier vorliegende Exemplar weist einen Einband auf, der vom Buchbinder mit einem falschen Rückentitel ausgestattet worden ist. Statt Lilienthal ist dort [David Samuel] Madai (* 1709, † 1780) ausgewiesen, dessen freilich erst von 1765 bis 1774 erarbeitetes vollständiges Thaler Cabinet als Nachfolger des Lilienthal'schen Katalogs angeprochen werden kann.

Auf dem Spiegel des Vorderdeckels ein handschriftlich mit der Inventarnummer 824 versehener bedruckter Zettel aus der Bibliothek von GUIDO KERL. Ein gewisser Guido Kerl (* 1849 in Langensalza, † 1916) ist aufgeführt als 'Kamerad' der Vereinigung Ehemaliger Einjährig-Freiwilliger Kampfgenossen von 1864, 1866, 1870/71 in deren Berliner Vereinszeitschrift 'Die Schnur' Nr. 79, 1916, S. 1179. Die Versteigerung der numismatischen Sammlung von Guido Kisch erfogte seitens der Firma Adolph Hess Nachfolger in Frankfurt am Main am 5. Februar 1917 und folgende Tage. Unterhalb dieses Besitzersignets Spuren der Entfernung eines weiteren Bücherzettels.