eLive Auction Literatur 2025 - Tag 1 (Lose 6001 - 6706)
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Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Allgemeine Numismatik und Antike

NUMISMATISCHE LITERATUR MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

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MITTELALTER UND NEUZEIT - ALLGEMEIN FORT, L. (hier anonym).

FORT, L. (hier anonym).

Neueste Münzkunde. Abbildung und Schreibung der jetzt coursirenden Gold- und Silbermünzen mit Angabe ihres Gewichts, Feingehalts, ihrer Geltung und ihres Werthes. Vollständiges, einheitlich gebundenes Set aus 2 Bänden, Leipzig (Ernst Schäfer) 1853. Titelblatt, 1 recto und 90 verso bedruckte Blätter, 90 Tfn. mit golden bzw. silbern reliefierten Abb. von Münzen; Titelblatt, XVI, 532 S. Leitzmann S. 42. Halbledereinbände der Zeit im Oktavformat, mit textilem Lesebändchen, Goldprägung des Rückens und der Deckel. Letztere auch blindgeprägt mit einer Rahmung aus aneinandergereihten Schnörkelornamenten. 1638 Gramm. (2)

Diese Veröffentlichung ist vom Verlag Ernst Schäfer ohne Namen des Autors herausgegeben worden. Der Verfasser war Ludewig Forst, was durch eine zeitgenössische Quelle unzweifelhaft bezeigt ist (siehe die Besprechung der Erstausgabe dieses Werks durch Johann Jakob Leitzmann, in: Numismatische Zeitung Nr. 25, 18. Jahrgang, 1851, Sp. 193-195 [dort der Familienname irrtümlich mit Forst notiert], siehe die diesbezügliche Korrektur, in: Numismatische Zeitung Nr. 6, 19. Jahrgang 1852, Sp. 41). Dies ist heutzutage weitgehend in Vergesssenheit geraten, stattdessen wird als Autor fäschlicherweise in der Regel Ferdinand Fliessbach ausgewiesen, der namentlich dokumentierte Autor des Buches 'Münzsammlung enthaltend die wichtigsten seit dem Westphälischen Frieden bis zum Jahre 1800 geprägten Gold- und Silber-Münzen sammtlicher Länder und Städte', der in Leipzig ansässige Verlag Ernst Schäfer erstmals im Jahre 1853 herausgegeben hatte (siehe unsere Kat.-Nrn. 6642 und 6643).

Der Verlag verausgabte die 'Neueste Münzkunde' in 30 Lieferungen, in Form broschierter Hefte, die mit einem Kostpreis von 10 [sächsischen] Neugroschen pro Stück abgegeben wurden.

Auf den Titelseiten beider Bände eine Rundstempelung [mit einer Grafenkrone überhöhtes Monogramm aus den einwärts geneigten Initialen L und S oberhalb der Ortsangabe LUBOSTRON]. Dieses Besitzzeichen stand für Leo Graf von Skorzweski [Leon Friedrich Valentin Arnold Graf Skorzewski-Labizyn] (* 1845 in Posen, † 1903, siehe: Justus Perthes [Hrsg.], Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser Band 1879, S. 853). Von seinem Wohnsitz Schloß ('Palast') Lubostron (im damaligen preußischen Regierungsbezirk Bromberg) verwaltete er als Inhaber der Herrschaft Labischin (polnisch: Labizyn) und Eigentümer diverser Rittergüter seine summa 49.700 Morgen umfassenden Besitzungen. Als Vertreter der polnischen Minderheit war er zwischen 1871 und 1887 mit einigen Unterbrechungen Mitglied im Deutschen Reichstag.