eLive Auction Literatur 2025 - Tag 1 (Lose 6001 - 6706)
Beendet

Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Allgemeine Numismatik und Antike

NUMISMATISCHE LITERATUR MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

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MITTELALTER UND NEUZEIT - ALLGEMEIN DUVAL, V.J. (hier anonym).

DUVAL, V.J. (hier anonym).

Catalogue des monnaies en argent, qui composent une des différentes parties du Cabinet Impérial depuis les plus grandes pièces jusq'au Florin inclusivement. Nouvelle Edition, corrigée et considerablement augumentée. Wien (bei Jean Thomas Trattner) 1769. Titelblatt, Frontispizblatt mit einer vom Kupferstecher Christian Winkler geschaffenen Portaldarstellung, 561 S. mit einer Vielzahl von gestochenen Abb., die unterhalb einer textlichen Bezeichnung des betreffenden Münzherrn gruppiert worden sind. Dekesel/Dekesel-De Ruyck D162 (Vol. II, Part I). Der Buchblock mit rotem Sprenkelschnitt. Halbledereinband im Groß-Folioformat, wohl des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts, mit 4 Bünden und Eckbezügen. Die Deckel außen bezogen mit einem beigegrundigen Kiebitzpapier. Eine vormals auf dem Titelblatt angebrachte Rundstempelung ist weitgehend eradiert worden, wodurch zwei kleine Löcher auf diesem Blatt verursacht worden sind. 7513 Gramm.

Valentin Jamerai Duval (*1695 in Arthonnay, Champagne, † 1775 in Wien) hatte als Bibliothekar und Hofhistoriker bereits in Diensten von Herzog Leopold von Lothringen, dem Vater von Kaiser Franz I. gestanden. Nachdem der künftige Kaiser 1738 das Großherzogtum Toskana erworben hatte, folgte Duval diesem als Bibliothekar nach Florenz und 1748 nach Wien, wo er seit 1748 die private Münzsammlung des Monarchen betreute. Im Auftrag des Kaisers erstellte er die hier vorliegenden, höchst seltenen Werke mit ihren zahlreichen Kupferstichtafeln. Lediglich 50 der auf 200 Exemplare veranschlagten Auflage sollen in den damaligen Buchhandel gelangt sein, die übrigen ausschließlich als höfische Geschenke verausgabt worden sein. „Sie gehören darum zu den besonderen Seltenheiten“ (Alfons Lhotsky in: Festschrift des Kunsthistorischen Museums zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes, 2. Teil: Die Geschichte der Sammlungen, Wien 1941-1945, S. 425).