Monographien, Sammelwerke und Aufsätze: Allgemeine Numismatik und Antike
Los 6217

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JAMESON, R.
Monnaies grecques antiques et imperiales romaines. Nachdruck Chicago 1980 der Originalausgabe Paris 1913-1932. Vollständiges Set, beinhaltend Tome I A: Monnaies grecques antiques. VII, 4 (vom Hrsg. des Nachdrucks hinzugefügte) unpaginierte S., S. 1-202, Tf. I-XLVII. Tome I B: Monnaies grecques antiques. Vortitel- und Titelblatt, S. 203-470, Tf. XLVIII-XCVII. Tome II: Monnaies impériales romaines. Vortitel- und Titelblatt, S. 1-96, S. 161-184. S. 101-115 Tfn. 98-125, Tf. I-XXVI. Tome III/IV (in der Reprintedition als Doppelband veröffentlicht): Monnaies grecques antiques et impériales romaines. X, S. 1-158, 1 unpaginiertes Blatt, S. 181-184; Vortitel- und Titelblatt, 1 unpaginiertes Blatt, 98 S., Tfn. 126-138XCVIII-CXXXVIII. Orig.-Kunstledereinbände. 5172 Gramm. (4)
Der Nachdruck enthält eine auf den ersten Blick unschlüssige Seitenfolge, die in der Originalausgabe so nicht existiert. Diese auf den ersten Blick nicht stringente Paginierung erklärt sich freilich darin, daß die Redaktion des Reprints in Band II und in dem hier in einem Doppelband vereinten Bände III und IV die auf mehrere Bände verstreuten Nachtragspartien entgegen der ursprünglichen Erscheinungsfolge hinter die darauf bezogenen Hauptkompartimenten gruppiert hat.
Der Pariser Bankier Fréderik Robert Jameson (* 1861, † 1942) baute eine hochqualitative Kollektion antiker Münzen auf, die mit seinem Erweb der griechischen Münzen der Sammlung Evans einen substantiellen Schub erfuhr. Die aus diesem Kauf resultierenden Dubletten ließ er in einer Pariser Auktion im Juni 1906 veräußern. Er erstellte diverse numismatische Veröffentlichungen, darunter auch die mehrbändige Monographie zu seiner Kollektion mit der textlichen und bildlichen Dokumentation der 2520 altgriechischen Prägungen und 632 Münzen aus den Jahren der römischen Republik und des Imperiums. Die von ihm hinterlassenen Bestände flossen nicht über eine Versteigerung auf den Markt, sondern wurden an wenige Abnehmer gezielt verkauft. Den ersten Zugriff erhielt der renommierte Kunst- und Münzensammler Calouste Gulbenkian (* 1869 in Konstantinopel, † 1955 in Lissabon), der 150 ausgewählte Exemplare kaufen konnte, das Gros der numismatischen Kollektion wurde dem Münzenhändler Jacob Hirsch (* 1874 in Altenkunstadt, gestorben 1955 in Paris) veräußert. Seine Nachfolge in dieser Angelegenheit konnte die Numismatische Abteilung der Bank Leu übernehmen, die bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Vermarktung der letzten verbliebenen Stücke betrieb (Alan Walker in: American Journal of Numismatics 20, 2008, S. 602-604, 613-614).