Auktion 419 (Lose 1 - 638)
Beendet

Münzen der antiken Welt

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Schätzpreis 1.000 €
Zuschlag 4.600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

SUEBEN.  
Tremissis, im Namen des Valentinianus III. (nach 452), unbekannte spanische Münzstätte (?); 1,26 g. Gepanzerte Büste des Valentinianus r. mit Perldiadem//In Kranz: Kreuz. Reinhart Taf. XXXIV, 38 (stempelgleich); RIC vergl. 3787.
Von größter Seltenheit Kl. Kratzer, Graffiti auf dem Avers und Revers, sehr schön
Exemplar der Auktion Lanz 52, München 1990, Nr. 849.
Die Bezeichnung der Sueben beschreibt eine Gruppe germanischer Stämme, von denen der Stamm der Alamannen bis heute einer der bekanntesten ist. Von den Sueben wurden überwiegend Tremisses geprägt. Die Tremisses wurden ausschließlich denen des Valentinianus III. nachempfunden. Grierson/Blackburn nehmen jedoch an, dass dies anhand der Münzimitationen der Westgoten geschah und nicht direkt die Münzen Valentinianus III. die Vorbilder für die Sueben waren. Dies erklärt auch die z. T. stark abweichenden und unleserlichen Averslegenden. Hierzu siehe Grierson/Blackburn, Medieval European Coinage, 1 The Early Middle Ages, S. 78-80.