Münzen der antiken Welt
Los 551

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| Schätzpreis | 7.500 € |
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MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT. Licinius I., 308-324.
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- für Licinius II. AV-Aureus, 321/322, Nicomedia, 3. Offizin; 5,31 g. Drapierte Büste v. v.//Jupiter sitzt v. v. mit Victoria auf Globus und Zepter auf einer Plattform mit der Aufschrift SIC.V./SIC.X., l. Adler mit Kranz im Schnabel. Calicó 5151 a; RIC 42.
RR Prägeschwächen, sonst fast vorzüglich/vorzüglich
Aus einer vor 1990 abgeschlossenen Sammlung.
Licinius I., dessen Familie aus Dakien stammte, wurde um 265 geboren. Ende 308 zum Augustus erhoben, war er ursprünglich für Thracien, Illyrien und Pannonien zuständig, weitete seinen Machtbereich aber nach und nach aus. Gemeinsam mit Constantin war Licinius 313 für das - vielleicht nicht ganz treffend so bezeichnete - "Toleranzedikt von Mailand" verantwortlich, das den Christen die freie Religionsausübung zusicherte. Ab 320 erließ Licinius Gesetze, die die Christen einschränkten, in Teilen nur die Bischöfe betrafen, aber nicht in Christenverfolgungen ausarteten. Sicher waren diese Maßnahmen auch gegen Constantinus I. gerichtet.
317 ließ Licinius I. seinen um 315 geborenen Sohn Valerius Licinianus Licinius zum Caesar erheben. Der Avers unseres Stückes zeigt den sechs- oder siebenjährigen Caesar.
Der Revers mit der schönen Jupiterdarstellung erweist die Licinii als Jovier im Sinne der tetrarchischen Ideologie, die die Legitimation der Herrschaft auch auf die traditionelle römische Religion stützte.