Münzen der antiken Welt
Los 534

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| Schätzpreis | 20.000 € |
| Zuschlag |
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MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT. Postumus, 260-268.
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AV-Aureus, Winter 263/264, Colonia; 4,94 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Kaiser sitzt l. auf curulischem Stuhl, davor kniende Gestalt. Calicó 3737; Coh. 145; Elmer 358; RIC² 252.9 (dies Exemplar); Schulte 92.
RR Kl. Schrötlingsriß, gutes sehr schön/sehr schön
Exemplar der Auktion Elsen 147, Brüssel 2021, Nr. 580 und der Auktion Triton XXVI, New York 2023, Nr. 821.
Münzstätten und Datierungen der Prägungen der gallischen Kaiser waren und sind umstritten. In der von Jerome Mairat verfassten Neuausgabe des RIC wird als Münzstätte des vorliegenden Stückes Trier angegeben; dort wird das Stück in das Jahr 264/265 datiert.
Andreas Alföldi interpretiert die Reversdarstellung als ein Dokument der offiziellen Rezeption der Adoration. Laut Alföldi empfängt ein Vertreter der Bürgerschaft kniend eine Wohltat des Kaisers. Siehe Alföldi, Andreas, Die Ausgestaltung des monarchischen Zeremoniells am römischen Kaiserhofe, in: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Römische Abteilung, Band 49 (1934), S. 58.
Diese Interpretation ist allerdings nicht unumstritten. Die Problematik der Interpretation liegt darin begründet, daß das vom Kaiser gehaltene Objekt nicht klar erkennbar ist. Siehe zur Diskussion Watson, Alaric, The representation of imperial authority: problems of continuity in mid-third century AD, unv. Diss., King's College, University of London 1992, S. 99 mit Anm. 72.