Münzen der antiken Welt
Los 520

Bieten
| Schätzpreis | 2.000 € |
| Zuschlag |
Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.
MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT. Maximinus I. Thrax, 235-238.
Æ-Medaillon, Sardeis (Lydia); 32,76 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Herakles mit Opferrind r., daneben Altar des Zeus Lydios und dessen Kultstatue. Kurth 635 (dies Exemplar); Price/Trell S. 138, Fig. 245; RPC online 4532.1 (temporary number, dies Exemplar).
RR Braungrüne Patina, starke Prägeschwächen, sonst fast vorzüglich
Exemplar der Auktion Lanz 154, München 2012, Nr. 426.
Das einzigartige Buntmetallmedaillon von Maximinus Thrax zeigt den großen Altar des Zeus Lydios. Dieser ähnelt denen anderer wichtiger Kultzentren wie Priene und Ephesos. Er ist aufwendig mit drei Statuen vor einem Mauerwerk geschmückt. Möglicherweise symbolisiert der Baum neben der Kultstatue des Zeus Lydios, dass der Altar in einer zum freien Himmel hin geöffneten Grotte platziert war. Im Kontrast zu anderen Prägungen aus Sardeis mit dem Kultzentrum zeigt dieses Medaillon Herakles mit einem Opferrind in der linken Bildhälfte. Dabei handelt es sich möglicherweise um eine zusammengehörige Statuengruppe (so Martin J. Price/Bluma L. Trell, Coins and Their Cities. Architecture on the ancient coins of Greece, Rome and Palestine, London 1977, S. 136-140). Herakles ist wichtiger Bestandteil des regionalen Ursprungsmythos. Er musste der lydischen Königin Omphale mehrere Jahre als Sklave dienen. Sie heirateten und bekamen drei gemeinsame Söhne, von denen wiederum bedeutende lydische Könige wie Kroisos abstammen sollen. Lediglich ein weiteres Unikum von Philippus I. zeigt das gleiche Motiv mitsamt dem Heroen auf dem Revers (Price/Trell S. 138, Fig. 245).