Katalog 337
Beendet

Schleswig-Holstein - Die Sammlung Dr. Hergen Boyksen| Münzen der Grafen und Fürsten zur Lippe | Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u. a. Bayern und die Bergbau- und Ausbeutesammlung Dr. Werner Oschmann

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Schätzpreis 10.000 €
Zuschlag 26.000 €

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DIE GRAFSCHAFT LIPPE. Friedrich Adolf, 1697-1718.
Dukat 1716, Detmold. 3,46 g. Münzmeister Hans Lüders. FRID • ADOLPH • - COM • ET • N • D • LIPP Geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und mit Ordensband//IUSTUM • ET • DECORUM Fünffach behelmtes, ovales Wappen mit Mitteschild, zwischen der Helmzier die geteilte Jahreszahl 17 - 16, unten zu den Seiten die geteilte Signatur • H • - • L • . Fb. 1450; Ihl/Schwede 427 A/a; Slg. Weweler 620 (dies Exemplar); Slg. Wiegrebe (Auktion Künker 309) -.
GOLD. Von größter Seltenheit. Min. gewellt, fast vorzüglich

Exemplar der Slg. Weweler, Auktion Leu Numismatik AG 63, Zürich 1995, Nr. 620.

Friedrich Adolf wurde 1667 als Sohn Simon Heinrichs und dessen Gemahlin Amalie Burggräfin von Dohna geboren. Nachdem im Jahr 1709 die Nebenlinie Lippe-Brake ausgestorben war, ergriff er sofort Besitz des Gebietes, was einen langjährigen Rechtsstreit mit den schaumburgisch-lippischen Linien Bückeburg und Alverdissen zur Folge hatte, die ebenfalls Anspruch auf Brake erhoben. Die Auseinandersetzung wurde erst 1748 mit dem Vergleich von Stadthagen beigelegt. Die prunkvolle und verschwenderische Hofhaltung des absolutistischen Grafen führte zu einem enormen Haushaltsdefizit und einem sprunghaften Anstieg der Staatsverschuldung, mit der auch noch die Nachfolger Friedrich Adolfs zu kämpfen hatten.