Auktion 419 (Lose 1 - 638)
Beendet

Münzen der antiken Welt

GRIECHISCHE MÜNZEN

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Schätzpreis 750 €
Zuschlag 2.400 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

MACEDONIA. NEAPOLIS.  
AR-Stater, 525/450 v. Chr.; 8,96 g. Gorgoneion//Diagonal viergeteiltes Incusum. AMNG 1, Tf. 16, 18 (dies Exemplar); Hoover 582 (dies Exemplar erwähnt); SNG ANS -.
Von großer Seltenheit. Herrliche dunkle Tönung, min. Auflagen, sehr schön
Dieses Stück ist abgebildet und besprochen in W. Greenwell/C. Greenwell, On a Find of Archaic Greek Coins in Egypt, Numismatic Chronicle, Serie 3, Vol. 10 (1890), S. 3 und Tf. 1, Nr. 6. Es stammt aus einem um 1887 im Nildelta entdeckten Fund archaischer Münzen, von dem 24 Stück in den Besitz des in Paris wirkenden Münzhändlers Henri Hoffmann gelangten. Henri Hoffmann stellte die Münzen William Greenwell zur Bearbeitung zur Verfügung. Auffällig ist das diagonal unterteilte Incusum, das sich auch auf den attischen Wappenmünzen - Didrachmen mit Gorgoneion - findet. Hugo Gaebler stellte klar, dass es sich aufgrund des Gewichts bei dem vorliegenden Stück nicht um eine attische Gorgoneion-Münze handeln kann und verwies darauf, dass auch in anderen makedonischen Münzstätten die Form des diagonal geteilten Incusums der rechtwinkligen Teilung vorausging. Das vorliegende, außerordentlich seltene Stück muss also am Anfang der Münzprägung von Neapolis stehen.
In Neapolis (dem heutigen Kavalla) betrat der Apostel Paulus zuerst den Boden Europas (Apostelgeschichte 16, II).