Auktion 419 (Lose 1 - 638)
Beendet

Münzen der antiken Welt

GRIECHISCHE MÜNZEN

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Schätzpreis 5.000 €
Zuschlag 9.500 €

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THRACIA. AINOS.  
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AR-Tetradrachme, 451/448 v. Chr., Magistrat Antiadas; 16,38 g. Hermeskopf r. mit Petasos// In Incusum: Ziegenbock r. in Linienquadrat, davor Panstatue r. Corpus Nummorum Online cn Type 2730, cn coin 50194 (dies Exemplar); Hoover 1267; May - (A 57/R -).
Selten, besonders in dieser Erhaltung.
Winz. Kratzer, min. Doppelschlag auf dem Revers, fast vorzüglich
Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 211, München 2013, Nr. 132 B und der Auktion Lanz 157, München 2013, Nr. 82.
Ainos war im 5. Jahrhundert v. Chr. eine bedeutende Handelsstadt Thrakiens. Ein gut zugänglicher Hafen und die Lage am Mündungsgebiet des Flusses Hebros ermöglichten den Transithandel zum Schwarzen Meer. Dement­sprechend erscheint Hermes als Gott des Handels und der Wege auf dem Avers der Münzen. Der Ziegenbock auf dem Revers verweist zudem auf seine Funktion als Schutzherr der Herden. Die vielfach variierenden Beizeichen neben dem Tier sind wahrscheinlich die Symbolzeichen verschiedener Magistrate. Der Fund eines Panheiligtums in Ainos bestätigt neben dem Beizeichen dieser Prägung die Bedeutung eines weiteren Schutzgottes der Hirten für die Region (J. M. F. May, Ainos. Its History and Coinage 474-341 B.C., London 1950).