Auktion 418
Beendet

Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens | Numismatische Raritäten aus aller Welt

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Schätzpreis 25.000 €
Zuschlag 30.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN. SPANIEN. KÖNIGREICH. Felipe II., 1556-1598  
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Goldener Gnadenpfennig o. J. (vermutlich spätere Anfertigung), EN TOVT • FIDELLES • AV ROY • Geharnischtes Brustbild r., darunter (zwei unleserliche Buchstaben) • F • F •//Blumenvase. 45,81 x 41,49 mm (ohne Ketten); 27,32 g.
GOLD. Von größter Seltenheit.
Emailliert und mit Smaragden, Rubinen und Perlen versehen.
Eine Halterung beschädigt, sonst fast vorzügliche Arbeit
Exemplar der Slg. Baron Albert von Goldschmidt-Rothschild, Auktion Hermann Ball 21, Schloss Grüneburg/ Frankfurt am Main 14. März 1933, Nr. 75, der Slg. V. F. de Lausana, Auktion Cayón, Madrid 12. Dezember 2002, Nr. 4084 (dort als Titelstück) und der Auktion Christie's 1024, New York 2002, Nr. 9.
Die Gestaltung der Vorderseite dieses bemerkenswerten Kleinods erinnert an die sog. Geusenpfennige, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom bekannten Brüsseler Medailleur Jacques Jonghelinck hergestellt wurden. Sie tragen ebenfalls das Porträt Felipes und die gleiche Legende EN TOVT FIDELLES AV ROY (Stets dem König treu). Die Geusenpfennige wurden in der Zeit des Freiheitskampfes der Niederlande als Abzeichen der Mitglieder des Geusenbundes getragen. Damit wurde die Treue zum spanischen König verdeutlicht, obwohl dessen Politik in weiten Teilen des Landes für Unruhe und Aufstände sorgte.
Den Geusenpfennigen nachempfundene Abzeichen wurden als Symbol der Königstreue auch im 17. und 18. Jahrhundert hergestellt.