Auktion 418
Beendet

Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens | Numismatische Raritäten aus aller Welt

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Schätzpreis 15.000 €
Zuschlag 19.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH. RÖMISCH-DEUTSCHES REICH. Karl V., 1519-1558  
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Goldene Gußmedaille o. J. (hergestellt um 1600), vermutlich Prag, unsigniert. Sogenannte Juden­medaille. Brustbild r. mit Barett, umgelegtem Mantel und Band mit dem Kleinod des Ordens vom Goldenen Vlies, in der Rechten Zepter, in der Linken Reichsapfel//Die Säulen des Herkules im Meer, dazwischen Adler v. v. mit ausgebreiteten Schwingen, darüber Krone. 54,47 mm; 28,43 g. Bernhart, M., "Judenmedaillen", in: Archiv für Medaillen- und Plakettenkunde III/IV, 1921/1922, S. 119, Nr. 11; Klein, U., Beitrag zu den sogenannten Judenmedaillen, in: Beiträge zur süddeutschen Münzgeschichte, Stuttgart 1976, B 11.
GOLD. Von größter Seltenheit. Sehr attraktives Exemplar, Felder fein ziseliert, fast vorzüglich
Von dieser Medaille mit dem Portrait Karls V. konnten wir nur ein weiteres Exemplar ermitteln, welches 2021 für 46.000 CHF versteigert wurde.
Als "Judenmedaillen" wurde seit Köhlers Historischer Münzbelustigung eine Serie von Medaillen bezeichnet, die stilistisch und mit ihrer vorwiegend christlich-religiösen Motivik eine zusammengehörende Gruppe bildet. Über Entstehungsort und -zeitpunkt geben die Stücke keine direkte Auskunft. Bereits Köhler vermutete Prag als Herstellungsort, worin ihm Bernhart (a. a. O., S. 115-127, bes. S. 115-117) und Klein (a. a. O., S. 210-244, bes. S. 224-227) folgten. Bezüglich der Entstehungszeit war Bernhart im Gegensatz zu Klein von einer Herstellung der Gußmedaillen nach 1620 ausgegangen, um die Stücke mit Bezug auf Kaiser Ferdinand II., reg. 1617-1637, ebenfalls in die Gruppe der Judenmedaillen aufnehmen zu können. Klein verweist dahingegen auf stilistische Abweichungen der Ferdinand-Medaillen von den übrigen und auf chronologische Anhaltspunkte, die die Entstehung der sogenannten Judenmedaillen bereits in das ausgehende 16. Jahrhundert bzw. um 1600 datieren.