Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens | Numismatische Raritäten aus aller Welt
Los 82

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| Schätzpreis | 100.000 € |
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DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN AUS DER ERSTEN HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS. DAS KURFÜRSTENTUM SACHSEN. Johann Georg I., 1615-1656
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18 Dukaten 1627, Dresden. 62,44 g. Geprägt mit den Stempeln des Doppelten Reichstalers. [dreiKringel übereinander] IOHANN : GEORG : D : G : DVX SAXONIÆ : IVL : CLIV : ET MONTI [dreiKringel übereinander] Der geharnischte Kurfürst mit wehendem Mantel reitet r., mit der Rechten das Schwert schulternd, im Hintergrund die Stadtansicht von Dresden//SACRI : ROM : - IMP : ARCHIM : - ET ELECT • Sechsfach behelmtes, 18feldiges Wappen, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 16 - 27, unten die geteilte Signatur H - I (Hans Jakob, Münzmeister in Dresden 1624-1635). Clauß/Kahnt - (vgl. 94, dort als 16 Dukaten); Fb. 2688 a ("Very rare").
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Einziges bekanntes Exemplar.
Sehr attraktives Exemplar mit feiner Goldpatina.
Winz. eingeritzte Wertzahl "XVIII" im Feld der Vorderseite (2x), vorzüglich +
Exemplar der Paramount Collection. Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 359, Osnabrück 2022, Nr. 550.
Zur Prägezeit dieser Prachtmünze hatte Kurfürst Johann Georg I. seine politische Position bereits verändert. Der im niedersächsisch-dänischen Krieg weitgehend siegreiche Kaiser Ferdinand II. ergriff Maßnahmen wie das Restitutionsedikt von 1629, die den Spielraum des deutschen Protestantismus entscheidend beschnitten und die Besitzungen des sächsischen Kurfürsten gefährdeten. Johann Georg I. versuchte, eine neutrale Stellung einzunehmen, schloss sich aber später den schwedischen Truppen an. Auf der Rückseite dieses Schaustücks werden das Erzamt des Erzmarschalls, das die sächsischen Kurfürsten innehatten, sowie der Kurfürstentitel hervorgehoben: SACRI ROM(ani) IMP(erii) ARCHIM(archalcus) ET ELECT(or).