Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens
Los 411

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| Schätzpreis | 5.000 € |
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SOLMS. Philipp Reinhard I., 1613-1635 Reichstaler 1627, Wolfenbüttel. Sogenannter Hahnreitaler. 28,35 g. Gekröntes, mehrfeldiges Wappen des Grafen von Solms//Gekröntes Monogramm Christians IV. von Dänemark, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 16 - 27. Dav. 7759; Haussammlung der Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich (Auktion Künker 212) 4061; Hede 3 B; Joseph 241.
Äußerst selten, besonders in dieser Erhaltung. Vorzüglich-Stempelglanz
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 95, Osnabrück 2004, Nr. 3794.
Graf Philipp Reinhard, *24. Juli 1593, †19. Juni 1635, trat 1627 in dänische Dienste. Als Statthalter des Königs Christian IV. von Dänemark nahm er im selben Jahr Wolfenbüttel ein und ließ in der herzoglichen Münzstätte Wolfenbüttel Gold- und Silbermünzen prägen. Der Name "Hahnreitaler" entstand aus einer Anspielung auf das Wort "VICARII" (Vicarius, Stellvertreter) in der Vorderseitenumschrift, da Philipp Reinhard seine Vollmacht dadurch mißbraucht hatte, daß er das Silbergeschirr des Herzogs und das durch Brandschatzung des Landes gewonnene Silber in jene Taler vermünzte. Mit "Hahnrei" wurde im Volksmund ein Mann genannt, der von seiner Frau in der ehelichen Treue betrogen wird.
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