Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens
Los 192

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| Schätzpreis | 4.000 € |
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DAS FÜRSTENTUM BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG-CELLE. Christian, Bischof von Minden, 1611-1633 Goldgulden 1629, Andreasberg. Ausbeute der Grube St. Andreas. 3,17 g. Gekröntes, siebenfeldiges Wappen mit Mittelschild von Minden//St. Andreas steht v. v., das Kreuz vor sich haltend, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 16 - 29, oben die geteilte Signatur H - P (Münzmeister Heinrich Pechstein). Fb. 543; Müseler 10.4.1/17 (dort als Dukat bezeichnet); Preussag Collection (Auktion London Coin Galleries/Künker 1) 271 (dieses Exemplar, dort als Dukat bezeichnet); Welter 905 (dort als Dukat bezeichnet).
GOLD. Von großer Seltenheit. Attraktives Exemplar, sehr schön
Exemplar der Preussag Collection, Part I., Auktion London Coin Galleries/Künker 1, London 2015, Nr. 271 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 338, Osnabrück 2020, Nr. 3432.
Christian war der zweite Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg. Daher wählte er eine kirchliche Laufbahn und wurde 1599 zum Nachfolger des Fürstbischofs von Minden gewählt. Da er keine kirchlichen Weihen besaß, wurde er vom Papst nicht anerkannt und blieb nur Administrator des Bistums. Als sein Bruder Ernst II. 1611 starb, übernahm Christian auch die Regierung über das Lüneburger Land. Bei Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges hielt er zur kaiserlichen Partei und wurde Kreisoberst des niedersächsischen Kreises. Geschickt gelang es ihm, die Kriegsereignisse von seinem Bistum fernzuhalten, dennoch wurde es 1623 von Tilly besetzt. Daraufhin legte Christian sein Amt als Kreisoberst nieder, schloß sich aber erst nach dem Restitutionsedikt von 1629 der protestantischen Partei an. 1633 starb er noch lange vor Ende des Krieges. Sein Wahlspruch lautete „IUSTITIA ET CONCORDIA“ – Gerechtigkeit und Eintracht, und war bezogen auf den Dreißigjährigen Krieg.
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