Auktion 410
Beendet

Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens

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Schätzpreis 3.000 €
Zuschlag 3.800 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

DAS FÜRSTENTUM BRAUNSCHWEIG-WOLFENBÜTTEL. Christian, Bischof von Halberstadt, 1617-1626 Reichstaler 1622, Lippstadt. Pfaffenfeindtaler. 26,53 g. Dav. 6322; Dethlefs 12/VI; Duve VIII; Welter 1383.
Von großer Seltenheit. Hübsche alte Patina, kl. Prägeschwäche, vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 80, Osnabrück 2003, Nr. 1800.
Besonders selten sind die spöttischen Pfaffenfeindtaler mit der vom Schwert aufgespießten Jesuitenkappe, einem von den Protestanten sehr gehaßten Teil der katholischen Amtstracht. Sie wurden 1622 und nochmals in den 1660er Jahren geprägt. Über die Nachprägung der Spottmünzen beschwerte sich der Administrator von Corvey, der münsterische Fürstbischof Christof Bernhard von Galen, im Jahr 1670 (siehe Gerd Dethlefs, Die Pfaffenfeindmünzen des Herzogs Christian von Braunschweig 1622 in: NNB, März 2000, S. 92-112). Später wurden diese schon im 18. Jahrhundert bei Sammlern sehr beliebten Spottmünzen manipuliert, indem auf Exemplaren mit dem bloßen Schwert die Jesuitenkappe nachträglich aufgelötet wurde. Die Pfaffenfeindtaler sind ein besonders anschauliches Dokument der protestantischen Propaganda während des Dreißigjährigen Krieges.
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