Auktion 410
Beendet

Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens

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Schätzpreis 3.000 €
Zuschlag 6.500 €

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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH. Ferdinand III., 1625-1637-1657 Schautalerklippe o. J. (1625), Kremnitz, auf seine Krönung zum König von Ungarn. Jugendliches Brustbild r. im ungarischen Dolman (Staatsornat) und Kolpak (Reihermütze), in den Ecken: oben Lorbeerzweige, links, rechts und unten je ein geflügelter Engelskopf//Die Brustbilder seiner Eltern, Kaiser Ferdinand II. und Kaiserin Eleonora nebeneinander r., in den Ecken die Wappen: oben Reichsadler, links Ungarn, rechts Böhmen und unten Österreich-Burgund. 37,90 x 38,61 mm; 33,18 g. Slg. Montenuovo 781; Voglh. 188.
RR Sehr attraktives Exemplar mit hübscher Patina, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 201, Berlin 2012, Nr. 441.
Ferdinand III., Sohn Ferdinands II. und Anna Marias von Bayern, *1609 in Graz, †1657 in Wien, wurde schon 1625 zum König von Ungarn und 1627 zum König von Böhmen gekrönt. Seit der Ermordung Wallensteins 1634 führte er das Oberkommando über die kaiserlichen Heere. Nach dem Tod seines Vaters 1637 folgte er ihm als Kaiser. Von da an arbeitete er auf den Friedenskongreß hin, der 1644 in Münster und Osnabrück eröffnet wurde und 1648 zum Westfälischen Frieden führte. Auf dem Regensburger Reichstag von 1653 erreichte er die Königswahl seines Sohnes Ferdinand, der jedoch vor ihm starb. Nach dem Friedensschluß bemühte er sich besonders um den Wiederaufbau in Böhmen und stärkte das deutsche Element in der Bevölkerung, indem er Kolonisten aus dem katholischen Süden Deutschlands ins Land zog. Insbesondere wurde der Adel weitgehend erneuert; dies setzte sich unter seinem Nachfolger Leopold I. fort.
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