Auktion 410
Beendet

Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens

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Schätzpreis 5.000 €
Zuschlag 15.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

RÖMISCH-DEUTSCHES REICH. Friedrich von der Pfalz (der Winterkönig), 1619-1621 Ovale, gegossene Goldmedaille 1619, unsigniert, von J. de Vos. Gnadenpfennig auf seine Krönung zum König von Böhmen am 4. November. Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz, Halskrause, Löwenkopfschulter und umgelegtem Mantel//Fünf Hände aus Wolken halten eine Krone über einen nach l. liegenden gekrönten Löwen mit Zepter und Reichsapfel in den Vorderpranken; die fünf Hände symbolisieren die Stände von Böhmen, Mähren, Schlesien, Ober- und Niederlausitz. 43,26 x 37,61 mm; 25,20 g. Doneb. 2030; Slg. Kömmerling (Auktion UBS 65) 955 (dort in Silber); Stemper 166 (dort in Silber).
GOLD. RR Originalguß. Felder geglättet, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion H. D. Rauch 71, Wien 2003, Nr. 2323.
Durch das energische Vorgehen gegen die Protestanten unter Kaiser Matthias und Erzherzog Ferdinand von Steiermark und Kärnten kam es im Mai 1618 zum Aufstand von Böhmen. Der "Prager Fenstersturz" am 23. Mai wird als Beginn des 30jährigen Krieges bezeichnet. In Böhmen wurde ein ständisches Direktorium bestehend aus Adel, Rittern und Städten eingesetzt. Der Landtag setzte Ferdinand II., seit 1617 König von Böhmen, am 23. Juli 1619 ab. Am 26. August 1619 wählten die Stände den protestantischen Friedrich von der Pfalz zum König von Böhmen. Er verlor aber gegen die kaiserlichen katholischen Truppen, angeführt durch Herzog Maximilian von Bayern, in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag am 8. November 1620 sein Heer und mußte die Flucht ergreifen.
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