Geprägte Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens
Los 99

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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH. Ferdinand II., 1592-1618-1637 Silbermedaille o. J. (1619), von Chr. Maler, auf seine bevorstehende Wahl zum römischen Kaiser. Geharnischte Büste mit Lorbeerkranz, Halskrause, umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies nach l. auf einem Sockel, umher Blätterkranz//Zwei schwebende Engel halten gemeinsam die Kaiserkrone sowie einmal die böhmische und ungarische Krone über den doppelköpfigen Reichsadler, zwischen den Köpfen Reichspafel, zu den Seiten Schwert und Zepter, oben der strahlende Name Jehovas. 40,88 mm; 24,23 g. Förschner 46; J. u. F. Nachtrag 2648.
Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Vorzüglich-Stempelglanz
Exemplar der Nürnberger Münzauktion 44, Nürnberg 2002, Nr. 783 und der Slg. Prof. Herbert Stricker, Auktion Fritz Rudolf Künker 296, Osnabrück 2017, Nr. 2236.
Ferdinand II., *1578 in Graz, †1637 in Wien, Sohn des Erzherzogs Karl von Kärnten und Steiermark und Marias von Bayern, wurde von Jesuiten erzogen. Nach dem Tod seines Vaters 1590 rottete er in seinen Erblanden Kärnten, Steiermark und Krain den Protestantismus aus und gab mit dem gleichen Versuch in Böhmen nach seiner Wahl zum König 1617 den Anlaß zum böhmischen Aufstand. In dessen Verlauf setzte ihn der Landtag am 23. Juli 1619 als König wieder ab. Nach dem Tod von Kaiser Matthias am 20. März 1619 wurde Ferdinand zum deutschen Kaiser gewählt. Nach der Schlacht am weißen Berg 1620 trat er die Herrschaft in Böhmen wieder an und begann im Land sofort rigoros die Gegenreformation. Im 30jährigen Krieg bedeutete das Restitutionsedikt von 1629 den Höhepunkt seiner Macht in Deutschland, der Prager Frieden von 1635 war der Beweis für das Scheitern seiner Politik. Kurz vor seinem Tod erreichte er die Wahl seines Sohnes Ferdinand (III.) zum römischen König.
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