Numismatische Raritäten aus aller Welt u. a. Löser des Welfenhauses aus der Slg. Popken und Spitzenstücke aus der Slg. eines Ästheten und Kunstfreundes | Ausgewählte Orden und Ehrenzeichen
Los 294

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SACHSEN. SACHSEN, KURFÜRSTENTUM. Friedrich III. der Weise, 1486-1525.
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Breiter Guldengroschen o. J. (1512), Hall, mit Titel Maximilians I., auf die Generalstatthalterwürde. 28,69 g. Stempel von Ulrich Ursenthaler d. Ä. FRID' ° DVX · SAX' (Wappenschild) ELECT' · IMPER (Wappenschild) QVE · LOCVM : TEN (Wappenschild) E'S : GENERA' (Wappenschild) Geharnischtes Brustbild r. mit Drahthaube//(Verzierung) · MAXIMILIANVS · (Verzierung) · ROMANORVM · (Verzierung) · REX · * · SEMPER * AVGVST · Reichsadler, den Kopf nach l. gewandt, auf der Brust zweifeldiger Wappenschild. Dav. vgl. 9699; Keilitz 70.2; Koppe in: Numismatisches Nachrichtenblatt, 66. Jahrgang, 2017, S. 387; Schnee 37.
RR Attraktives Exemplar mit feiner Tönung, vorzüglich
Die vorliegende und nachfolgende Renaissanceprägung bezieht sich auf die Generalstatthalterwürde, die dem Kurfürsten am 8. August 1507 von König Maximilian I. auf dem Reichstag von Konstanz übertragen worden war. Nachdem Maximilian I. von seiner am 4. Februar 1508 in Trient erfolgten Wahl zum römischen Kaiser zurückgekehrt war, erlosch das Statthalteramt Friedrichs des Weisen. Ihm wurde aber ehrenhalber gestattet, den Titel des Generalstatthalters auf Lebenszeit zu führen. Der vorliegende und nachfolgende Guldengroschen gehören in eine Serie von repräsentativen Prägungen, die das Amt hervorheben.
Mit den Stempeln dieses Guldiners sollten ursprünglich Doppelstücke geprägt werden. Kaiser Maximilian hatte auch doppelte Guldengroschen und Goldabschläge in Auftrag gegeben.