Auktion 346
Beendet

Numismatische Raritäten aus aller Welt u. a. Löser des Welfenhauses aus der Slg. Popken und Spitzenstücke aus der Slg. eines Ästheten und Kunstfreundes | Ausgewählte Orden und Ehrenzeichen

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN

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Schätzpreis 7.500 €
Zuschlag 7.500 €

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BRANDENBURG-PREUSSEN. PREUSSEN, KÖNIGREICH. Friedrich II., der Große, 1740-1786.
Piaster o. J. (geprägt zwischen Dezember 1751 und Februar 1752) ICM, Aurich. 26,06 g. Handels­münze. Geharnischtes Brustbild r. mit Ordensband, Kreuz und umgelegtem Mantel//Von einem wilden Mann und einem Chinesen gehaltener Schild mit Dreimaster, oben gekrönter Adler; unter dem Schild ein weiterer, kleiner Schild mit dem Monogramm der Kompagnie, das aus den miteinander verschlungenen Buchstaben KPACVE = 'Königlich-Preußisch-Asiatische-Compagnie von Emden' gebildet wird, darunter steht auf einer Rolle CONFIDENTIA IN DEO ET VIGILANTIA = Auf Gott vertrauen und wachsam sein!'. Dav. 2591; Kluge 323; Old. 368.
R Attraktives Exemplar mit hübscher Patina, vorzüglich

Der Piaster wurde auf Vorschlag der Asiatischen Kompagnie von Emden für den Handel mit China geprägt, da man wegen des höheren Silberpreises in China bei Bezahlung mit Piastern einen zusätzlichen Gewinn in Höhe von 22 % erwartete. Die Stempel schnitt der Clever Stempelschneider I. C. Marmé, weshalb v. Schrötter Cleve als Münzstätte vermutete. Demgegenüber hat Kappelhoff in BNZ 29, 1969, S. 113 ff. für diese Piaster Aurich als Prägeort nachgewiesen.