Sammlung Peter Groch - Teil 16, Orden und Ehrenzeichen aus Deutschland und aus aller Welt
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Los 9196

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| Schätzpreis | 5.000 € |
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OSMANISCHES REICH: Große Imtiyaz-Medaille für außerordentlichen Mut, Tapferkeit und Treue [Sadakat ve Şecaat Madalyasι] (1878/1914). Goldene Medaille, Gold, Revers mit altosmanischer Naskh [نسخ] -Gravur سنه ١٣٣٢ چناق قلعه محاربهسی [Schlacht von Çanakkale im Jahre 1332], 36,9 g, Agraffe fehlt, ohne Band, mit Säbel-Bandspange "sene 1332" [Jahr AD 1914/15], Gold, 6,3 g, ohne Tragespange. BWK4 75; EL S. 296 f., S. 450; ER S. 249 ff. Von großer Seltenheit I-II
Die Medaille und die Säbelspange in hervorragender Erhaltung. - Laut unbestätigten Angaben des Einlieferers soll sich die gravierte Inschrift auf Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862-1929), den jüngeren Bruder Kaiser Wilhelm II. (1859-1951, reg. von 1888 bis 1918) beziehen. Wie die Übersetzung der Gravur in der Beschreibung der Medaille jedoch gezeigt hat, ist dies offensichtlich aber nicht der Fall, da sich die Gravur alleinig auf die Schlacht von Çanakkale [Dardanellen bzw. Gallipoli] im Jahre 1332 [AD 1914/15] bezieht, an der Prinz Heinrich definitiv nicht teilgenommen hat.Nach dem Eintritt des Osmanischen Reiches in den Ersten Weltkrieg am 12. November 1914 wurden per Ferman vom 16. November 1914 die Imtiyaz- und Liyakat-Medaillen neu geregelt. Die Imtiyaz-Medaille erhielt den Namen „Sadakat ve Şecaat Madalyası“ („Medaille für Mut, Tapferkeit und Treue“) und wurde mit einer Säbelspange und der Jahresangabe 1332 (1914) versehen. Träger früherer Ausgaben durften beide Varianten tragen.
Mit Dekret Nr. 800 vom 24. April 1921 konnten diese Medaillen sowie die Osmanische Kriegsmedaille auch im Türkischen Befreiungskrieg (1919–1923) verliehen werden. Während des Ersten Weltkriegs und danach wurden zudem Spangen mit Gefechtsorten wie Çanakkale, Kafkasya, Filistin, Sakarya u. a. eingeführt.
Die goldene (teils auch silberne) Medaille wurde auch an ausländische Herrscher verliehen, u. a. an Kaiser Wilhelm II., Kaiser Franz Joseph, König Ludwig III. von Bayern und Zar Ferdinand I. von Bulgarien.
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