Sammlung Peter Groch - Teil 16, Orden und Ehrenzeichen aus Deutschland und aus aller Welt
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Los 9324

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| Schätzpreis | 500 € |
| Startpreis | 500 € |
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Kaiserlicher Kämmerer-Schlüssel aus der Regierungszeit Kaiser Karls VI. (1685-1740, reg. seit 1711). 187 mm lang, Ausführung mit dem Monogramm "CVI" Kaiser Karls VI. und "CIII" König Carlos III. von Spanien (so von 1711 bis 1740 vergeben), Eisen vergoldet, tlw. berieben. DWE S. 52. RR II
Exemplar unserer 253. Auktion am 4. Oktober 2014, Kat.-Nr. 381.Nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. (1661–1700) fiel die spanische Krone gemäß seinem Testament an Philipp von Anjou (1683–1746), den Enkel Ludwigs XIV., der als Philipp V. König von Spanien wurde. Kaiser Leopolds I. Sohn, Erzherzog Karl von Österreich (1685–1740), erhob jedoch ebenfalls Anspruch auf den Thron und wurde 1703 als „Carlos III.“ ausgerufen. Dies führte zum Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) zwischen Frankreich und Österreich. Nach dem Tod seines Bruders Joseph I. wurde Karl 1711 als Karl VI. römischer Kaiser, konnte seine spanischen Ansprüche jedoch nicht durchsetzen. Der Frieden von Utrecht (1713) und die Folgeabkommen bestätigten Philipp V. als König von Spanien, während Karl VI. diesen Titel nur noch formal führte. Daher gilt Karl VI. in der spanischen Thronfolge als Gegenkönig. Seine kaiserlichen Kämmerer-Schlüssel zeigen sowohl das Monogramm „CVI“ (Kaiser) als auch „CIII“ (König von Spanien), letzteres von einer Königskrone überhöht.