Münzen und Medaillen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit u.a. aus der Sammlung Dr. Friedrich-Karl Günther
Los 6050

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AR-Drachme, 2./1. Jahrhundert v. Chr.; 3,16 g. Kopf l.//Kreuz. Dembski -; Savès 79. R Dunkle Patina, knapper Schrötling, gutes sehr schön
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Erworben im Juni 2000.
Keltische Münzen weisen vielerorts starke Einflüsse durch griechische, makedonische und später römische Prägungen auf. Im Hinblick auf die iberische Halbinsel ging dieser Einfluss insbesondere von den Siedlungen Rhoda und Emporium aus und erstreckte sich auf die angrenzend siedelnden Volcae Tectosages. Denn obwohl die Zuweisung dieser Münze nicht vollkommen gesichert ist, kann das Reversmotiv als Abstraktion der Rose auf Münzen aus Rhoda betrachtet werden. Das daraus entstandene und um verschiedene Beizeichen ergänzte Kreuzmotiv kann folglich aufgrund der lokalen Nähe mit den Volcae Tectosages assoziiert werden. Siehe hierzu: Keltische Münzen. Sonderausstellung Mai bis Oktober 1992. Österreichische Nationalbank. Geldmuseum; Haymann, F., Faszinierende Bilderwelten. Die keltischen Münzen und ihre religiöse Funktion, Münzen|Journal 2 (2011), S. 40-44.