Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 8 Tag(en)

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

BYZANTINISCHE MÜNZEN BYZANZ

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Schätzpreis 600 €
Startpreis 480 €

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Philippicus, 711-713.

AV-Semissis, Constantinopolis; 2,14 g. Gekrönte Büste v. v. im Loros mit Kreuzglobus und Adlerzepter//Kreuz auf Globus. DOC 5; Sear 1451. RR Winz. Kratzer, Revers min. dezentriert, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Lanz 155, München 2012, Nr. 746.

Philippicus wurde einige Monate vor der Ermordung des Iustinianus II. in Chersonessos zum Kaiser ausgerufen. Er war ein Anhänger des Monoteletismus, einer christologischen Lehre, nach der Christus zwei Naturen, aber nur einen Willen hat. Die Propagierung dieser Lehre, die 680 auf dem 3. Konzil von Constantinopolis als Häresie verurteilt worden war, beschwor neuen religiösen Unfrieden herauf. Papst Constantin (708-715) weigerte sich, den neuen Kaiser anzuerkennen. Am 3. Juni 713 wurde Philippicus abgesetzt, geblendet und ins Exil geschickt. Am 20. Januar 714 starb der Exkaiser, sein Grab befindet sich im Kloster Dalmatoi.