Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 7 Tag(en)

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

BYZANTINISCHE MÜNZEN BYZANZ

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Schätzpreis 2.000 €
Startpreis 1.600 €

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Philippicus, 711-713.

AV-Solidus, Constantinopolis, 10. Offizin; 4,32 g. Gekrönte Büste v. v. im Loros mit Kreuzglobus und Adlerzepter//Kreuz auf drei Stufen. DOC 1 j; Sear 1447. R Min. gewellt, kl. Kratzer, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 295, Osnabrück 2017, Nr. 1261.

Philippicus wurde einige Monate vor der Ermordung des Iustinianus II. in Chersonessos zum Kaiser ausgerufen. Er war ein Anhänger des Monotheletismus, einer christologischen Lehre, nach der Christus zwei Naturen, aber nur einen Willen hat. Die Propagierung dieser Lehre, die 680 auf dem 3. Konzil von Constantinopolis als Häresie verurteilt worden war, beschwor neuen religiösen Unfrieden herauf. Papst Constantin (708-715) weigerte sich, den neuen Kaiser anzuerkennen. Am 3. Juni 713 wurde Philippicus abgesetzt, geblendet und ins Exil geschickt. Am 20. Januar 714 starb der Exkaiser, sein Grab befindet sich im Kloster Dalmatoi.