Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“
Los 688

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| Schätzpreis | 600 € |
| Startpreis | 480 € |
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Æ-Medaillon, 178, Rom; 59,36 g. Drapierte Büsten der Crispina und des Commodus mit Lorbeerkranz einander gegenüber//Concordia (oder Iuno Probuna) steht v. v. und legt ihre Hände auf die Schultern des Commodus und der Crispina, die sich die Hand reichen. Gnecchi -; Mittag 138. RR In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch F, Strike: 5/5, Surface: 3/5, marks (4935548-001). Kl. Kratzer auf dem Avers, fast sehr schön/schön +
Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".
Der römische Prinzipat und dessen Legitimität waren eng mit dem Prinzip der genealogischen Erbfolge verbunden. Infolgedessen hatte sich seit Nerva die Adoption als Mittel der Sicherung der Herrschaftsfolge etabliert. Mit Commodus aber bestieg seit Domitian wieder ein Kaiser den Thron, der der biologische Sohn seines Vorgängers war. Die Bedeutung dieses Umstands wurde auch in der Münzprägung hervorgehoben. Das vorliegende Medaillon betont darüber hinaus, dass nicht nur die männlichen Nachkommen von immenser Bedeutung waren, sondern auch die ehelichen Verbindungen, aus denen zukünftige Söhne hervorgingen. Crispinas und Commodus' Vermählung sollte den Fortbestand der antoninischen Dynastie sichern. Siehe hierzu Mittag, S. 56.
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