Auktion 438 - Teil 2 (Lose 301 - 775)
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Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

GRIECHISCHE MÜNZEN INDIA

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Schätzpreis 1.000 €
Startpreis 800 €

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Hermaios, 90-70 v. Chr.

AR-indische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte; 9,28 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Zeus thront halbl. mit Zepter. BN Bact. 2 G; Hoover 290; Mitchiner, Indogreek 414 l; Senior, Hermaios H3bT. Feine Tönung, vorzüglich

Exemplar der Sammlung K. G. (von diesem erworben vor 2004), Auktion Giessener Münzhandlung 284, München 2022, Nr. 459.

Hermaios war der letzte griechische König in Paropanisadae, bevor die Skythen das Land eroberten. Die Ikonografie der greaco-baktrischen, bzw. der indo-baktrischen Münzen beeinflusste auch die Gestaltung ihrer Prägungen. So findet sich beispielsweise die hellenistische Nike auch noch auf den Münzen der Indo-Parther, der Indo-Skythen, aber auch noch auf Prägungen der Kushan. Die Prägungen von Hermaios mit thronendem Zeus wurden von Letzteren dabei besonders häufig imitiert. Zeus wurde dabei schließlich schrittweise durch Herakles abgelöst. Taasob, R., Development of Greek Religious Iconography in Early Kushan Coinage: Adaptation, Integration and Transformation, in: Studia Hercynia XXVII.1 (2023), S. 178-188.