Auktion 441 - Teil 4 (4940 - 5144)
Startet in 1 Monat(en) 10 Tag(en)

Orden und Ehrenzeichen aus dem Nachlass von Wilhelm Herzog in Bayern (1752-1837) u. a.

In Kooperation mit Philipp Württemberg Art Advisory GmbH


Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, besonders Dänemark, Habsburg, Norwegen und Sachsen, u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg),

der Sammlung Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestiner in Coburg und Gotha),

der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden und einer Sammlung aus altem Adelsbesitz

EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN RUSSLAND

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Schätzpreis 1.000 €
Startpreis 800 €

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KAISERREICH Alexei Michailowitsch, 1645-1676.

Jefimok 1655, überprägt auf einem Patagon 1631 von Brabant, Philipp IV., 1621-1665, Münzstätte Antwerpen. 27,69 g. Mit zwei Gegenstempeln auf der Vorderseite: 1) St. Georg im Kampf mit dem Drachen, 2) Jahreszahl 1655. Dav. - (zu 4462); Delm. - (zu 293). R Sehr schön

Jefimok (Plural: Jefimki) war der aus der polnischen Sprache ("Joachimik") abgeleitete russische Ausdruck für Taler. Der Name stammt von den Guldengroschen, die die Grafen von Schlick in der böhmischen Bergstadt St. Joachimstal hergestellt hatten. Man verwendete in den beiden slawischen Sprachen also den ersten Teil der ursprünglichen Nominalbezeichnung "Joachimstaler", während im Deutschen "Taler" und im Englischen "Dollar" der zweite Teil gewählt wurde. Im Jahr 1655 wurden in Rußland zahlreiche, vor allem deutsche und niederländische Taler mit einem Gegenstempel versehen. Diese Stücke wurden Jefimok s priznakom ("gezeichneter Jefimok") oder einfach kurz Jefimok genannt. Die gegengestempelten Taler konnten sich jedoch nicht im Zahlungsverkehr durchsetzen und wurden 1659 für ungültig erklärt. Da die meisten Stücke wohl eingeschmolzen wurden, sind Jefimki heute recht selten und zählen zu den begehrtesten Münzen Rußlands.