Orden und Ehrenzeichen aus dem Nachlass von Wilhelm Herzog in Bayern (1752-1837) u. a.
In Kooperation mit Philipp Württemberg Art Advisory GmbH
Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, besonders Dänemark, Habsburg, Norwegen und Sachsen, u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg),
der Sammlung Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestiner in Coburg und Gotha),
der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden und einer Sammlung aus altem Adelsbesitz
Los 5063

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| Schätzpreis | 1.500 € |
| Startpreis | 1.200 € |
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Silbermedaille 1712, von W. de Wijs, auf die 100-Jahrfeier der Trockenlegung des Beemsters. Löwe v. v. hält Wappenschild von Beemster, umher auf einem Band zwölf Wappen (Holland, Westfriesland, des Gerichtsvollziehers R. G. van Ruytenburg, des Deichgrafen J. Coymans, der sieben Beamten D. Bernard, J. Alewijn, J. van der Poll, J. J. Wybo, G. Treschouw, J. van Loosen, J. ten Grootenhuys und dem Sekretär A. Baars) //13 Zeilen Schrift, darunter Stempelschneiderzeichen. 61,14 mm; 92,28 g. Dirks 3003; KPK 2286; v. Loon IV, S. 652. RR Prachtexemplar. Feine Patina, fast Stempelglanz
Exemplar der Sammlung der Brüder Verschoor, Auktion Fritz Rudolf Künker 373, Osnabrück 2022, Nr. 1124.
Um 1600 bestand der nördliche Teil der Provinz Holland mehr aus Wasser als aus Land. Das Einsinken des ursprünglichen Torfbodens, Sturmfluten und Küstenerosion hatten in dem Gebiet im Norden Amsterdams große Seen entstehen lassen. Die wachsenden Probleme mit dem Wasser bedrohten die Städte. Zudem entstand wegen der weiter anwachsenden Stadtbevölkerung eine zunehmende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Flächen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Die durch den Handel reich gewordenen Kaufleute suchten neue Investitionsmöglichkeiten und entwickelten Pläne, um die großen Seen trockenzulegen. 1607 beantragte eine Gruppe von Investoren bestehend aus Amsterdamer Kaufleuten und Haager Beamten bei den Staaten von Holland den Beemster - den größten Binnensee im Norden Hollands - trockenlegen zu dürfen. Dank neuer technischer Entwicklungen konnten diese Pläne umgesetzt werden. 1607 begann man mit dem Bau eines Ringdeiches, 1612 war der Polder mit Hilfe von 40 Windmühlen trockengelegt. Die Gesamtkosten des Unternehmens richteten sich nach dem Bodenwert des neuen Polders und betrugen nach heutigem Wert knapp 25 Millionen Euro.