Orden und Ehrenzeichen aus dem Nachlass von Wilhelm Herzog in Bayern (1752-1837) u. a.
In Kooperation mit Philipp Württemberg Art Advisory GmbH
Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, besonders Dänemark, Habsburg, Norwegen und Sachsen, u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg),
der Sammlung Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestiner in Coburg und Gotha),
der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden und einer Sammlung aus altem Adelsbesitz
Los 4611

Bieten
| Schätzpreis | 2.000 € |
| Startpreis | 1.600 € |
Vorgebote können bis zum Start der Auktion auf kuenker.de mit Ihrem myKünker Account abgegeben werden.
Breiter doppelter Reichstaler 1628, auf die Befreiung der Stadt von der kaiserlichen Belagerung am 24. Juli. 57,83 g. Bratring 10; Dav. 498. RR Feine Patina, kl. Schrötlingsfehler, winz. Kratzer, sehr schön
Weil die Stadt Stralsund nicht bereit war, die kaiserliche Obergewalt anzuerkennen, eine kaiserliche Garnison in die Stadt zu lassen und gegenüber der kaiserlich-wallensteinischen Seite eine wohlwollende Neutralität einzunehmen, erschienen im Mai 1628 kaiserliche Truppen vor der Stadt Stralsund, die von drei Seiten von der Ostsee und Sümpfen natürlich geschützt war. Am 12. Mai 1628 standen sich 2.500 Mann auf städtischer Seite und ungefähr 8.000 kaiserliche Soldaten gegenüber. Es begann eine heftige Belagerung Stralsunds, die Anfang Juli von Wallenstein und seinen Soldaten noch verstärkt wurde. Die Stadt wurde seit Ende Mai 1628 von dänischen und schwedischen Hilfstruppen unterstützt. Am 24. Juli 1628 konnte unter Vermittlung des pommerschen Herzogs Bogislaw XIV. die Aufhebung der Belagerung und der Abzug der kaiserlichen Truppen erreicht werden. Die Stadt Stralsund hatte einen Bündnisvertrag mit Schweden abgeschlossen, und von 1637 bis 1814 war Stralsund Teil des schwedischen Reiches.