Orden und Ehrenzeichen aus dem Nachlass von Wilhelm Herzog in Bayern (1752-1837) u. a.
In Kooperation mit Philipp Württemberg Art Advisory GmbH
Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, besonders Dänemark, Habsburg, Norwegen und Sachsen, u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg),
der Sammlung Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestiner in Coburg und Gotha),
der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden und einer Sammlung aus altem Adelsbesitz
Los 4381

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| Schätzpreis | 3.000 € |
| Startpreis | 2.400 € |
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Schautaler 1522, ohne Münzzeichen, Nürnberg. Stempel von Hans Krafft. 29,87 g. Brustbild r. mit Mütze, umher Schriftkreis mit vier Wappenschilden (Sächsischer Kurschild, Herzogtum Sachsen, Markgrafschaft Meißen und Landgrafschaft Thüringen)//Blumenkreuz, in den Winkeln C-C-N-S, umher Datumsangabe M D XX II und Spruchkreis. Dav. 9704; Keilitz 71; Schnee 42. RR Hübsche Patina, kl. Schrötlingsfehler, Felder altgeglättet, sehr schön
Exemplar der Auktion Gerhard Hirsch Nachf. 204, München 1999, Nr. 1471.
Der vorliegende Schautaler wurde von Hans Krafft nach einem Gemälde von Lucas Cranach geschaffen. Als Münzstätte wird gelegentlich Zwickau angegeben, was eher unwahrscheinlich erscheint. Als späte Arbeit von Hans Krafft könnte das Stück auch in Nürnberg entstanden sein. Die Münze trägt auf der Rückseite die Initialen des Wahlspruchs Friedrichs des Weisen: C(rux) C(hristi) N(ostra) S(alus) = "Das Kreuz Christi ist unser Heil".
Bei den Überlegungen für eine Gedenkmünze zur 400-Jahrfeier der Reformation 1917 wurde dieser Schautaler von 1522 als Vorbild für das berühmte 3 Markstück (Jaeger 141) ausgewählt. Da der sächsische König Friedrich August III. als Katholik nicht gut auf einer Münze zum Reformationsjubiläum erscheinen konnte oder wollte, griff man auf Luthers Beschützer Friedrich den Weisen zurück.