Auktion 441 - Teil 1 (Lose 4001 - 4284)
Startet in 1 Monat(en) 10 Tag(en)

Orden und Ehrenzeichen aus dem Nachlass von Wilhelm Herzog in Bayern (1752-1837) u. a.

In Kooperation mit Philipp Württemberg Art Advisory GmbH


Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, besonders Dänemark, Habsburg, Norwegen und Sachsen, u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg),

der Sammlung Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestiner in Coburg und Gotha),

der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden und einer Sammlung aus altem Adelsbesitz

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN BRANDENBURG IN FRANKEN

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Schätzpreis 600 €
Startpreis 480 €

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BRANDENBURG-ANSBACH, MARKGRAFSCHAFT Christian Friedrich Karl Alexander, 1757-1791.

Silbermedaille 1764, von G. Ljungberger, auf die französische Schauspielerin und Sängerin Claire Clairon de La Tude (*25. Januar 1723, Ó18. Januar 1803). Brustbild Claire Clairons r. mit Lorbeerkranz und umgelegtem Mantel, darunter die Stempelschneidersignatur//Sechs Zeilen Schrift. 44,72 mm; 49,31 g. Fischer/Maué 5.009; Slg. Wilm. -. RR Hübsche Patina, winz. Randfehler und Kratzer, vorzüglich +

Claire Clairon trat trotz ihrer etwas vernachlässigten Erziehung schon im Alter von zwölf Jahren in der italienischen Komödie als Soubrette auf, war dann auf den Bühnen in Rouen, Lille, Dünkirchen und Gent zu sehen, bis sie 1743 als Sängerin in der Großen Oper angestellt wurde. Nach großem Erfolg trat sie schon nach nur fünf Monaten von der Oper zur Comédie-Française über und gab ihr Debüt mit der Phädra, feierte einen großen Triumph und wurde zu einer bedeutenden Nebenbuhlerin der Marie Dumesnil. Voltaire lobte sie mit den Worten: "Sie hat im Ton der Stimme, was die Dumesnil im Herzen". Claire Clairon war 22 Jahre lang der Liebling des Publikums. Als sie sich aus Ärger über einen Taugenichts unter den Schauspielern geweigert hatte, aufzutreten, wurde sie 1765 ins Gefängnis gebracht und betrat die Bühne nie wieder. Nach einer Einladung von dem Markgraf Christian Friedrich Karl Alexander, begab sie sich im Alter von 50 Jahren an seinen Hof nach Ansbach, wo sie bis 1791 blieb, kehrte dann nach Paris zurück, wo sie am 18. Januar 1803 starb.