Goldprägungen aus aller Welt, besonders Dänemark, Habsburg, Malta und Sachsen
u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg) und einer Sammlung aus adeligem Privatbesitz
Deutsche Münzen ab 1871, u. a. aus der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden
Los 2433

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| Schätzpreis | 2.000 € |
| Startpreis | 1.600 € |
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Satirische Goldmedaille zu 2 Dukaten o. J. (1708), unsigniert, auf die Bestechlichkeit der kaiserlichen Kommission. Hand mit Geldstücken//Vor Gesicht gespreizte Hand. 29,04 mm; 6,93 g. Coll. Fieweger 343 (dort in Silber); Gaed. II, S. 25, 15 (dort in Silber); Slg. Vogel (Auktion Künker 221) 8738. GOLD. RR Fast vorzüglich
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts gab es im Verhältnis zwischen Rat und Bürgerschaft tiefgreifende politische Auseinandersetzungen, die durch das Eingreifen einiger demagogischer Pastoren noch verschärft wurden. Es kam zu einem weitgehenden Zerfall der staatlichen Ordnung, so daß schließlich der Kaiser eingreifen mußte und 1708 eine Kommission unter dem Grafen Hugo Damian von Schönborn nach Hamburg entsandte. Dieser Kommission gelang es, in umsichtiger Weise mit dem sogenannten Hauptrezeß 1712 ein Gesetzeswerk zu schaffen, das die Rechte von Senat und Bürgerschaft regelte und für 150 Jahre Bestand hatte. Die vorliegende Spottmedaille entstammt vermutlich der Zeit der kaiserlichen Kommission.
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