Goldprägungen aus aller Welt, besonders Dänemark, Habsburg, Malta und Sachsen
u. a. aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (Habsburg) und einer Sammlung aus adeligem Privatbesitz
Deutsche Münzen ab 1871, u. a. aus der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden
Los 2338

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| Schätzpreis | 5.000 € |
| Startpreis | 4.000 € |
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Goldmedaille zu 10 Dukaten o. J. (19. Jahrhundert), zur Erinnerung an die 10-Dukaten-Münze, die der Winterkönig Friedrich von der Pfalz 1620 in Prag prägen ließ. Der gekrönte und geharnischte König steht fast v. v., mit der Rechten das Zepter schulternd, in der Linken Reichsapfel, zu den Seiten der gekrönte böhmische und der gekrönte pfalz-bayrische Wappenschild//Fünffeldiges Wappen: Böhmen, Mähren / Schlesien, Ober- und Niederlausitz, unten in der Umschrift Münzzeichen Doppellilie. 41,73 mm; 33,91 g. GOLD. RR Winz. Randfehler, vorzüglich
Die Gestaltung der Vorder- und Rückseite dieser Goldmedaille ist ähnlich der Originalprägung von 1620. Der filigrane Stempelschnitt und die Tatsache, dass es sich um eine moderne Maschinenprägung handelt, weisen eindeutig darauf hin, dass das Stück im 19. Jahrhundert entstanden sein muss, eine Verwechslung mit dem Original ist ausgeschlossen. In der bereits 1892 von E. Fiala publizierten Sammlung Max Donebauer findet sich unter der Nr. 2059 die Zeichnung eines Talers von 1620, der auch von Fiala beschrieben wird. Das Exemplar gelangte in die Sammlung Vogel und wurde bei Leo Hamburger, Frankfurt am Main 1927, unter der Nr. 4819 versteigert (Abteilung VII. der Slg. Vogel), dasselbe Exemplar führt Herinek unter Nr. 10 auf. Unter der Rubrik "Falsche Münzen" führt Fiala in der Sammlung Donebauer unter Nr. 5973 eine Nachbildung des Talers 1620 auf, die aber nicht abgebildet ist. Es liegt nahe, dass neben der Nachbildung des Talers auch eine Prägung in Gold entstanden ist, nämlich das hier angebotene 10-Dukaten-Stück.